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Mitau.
Sonntags den l z Sept. Nach n Uhrfuhr ich mit Hm. Feeder nach Hofe. Der Her-zog war denselben Morgen von seinem Lustschlos-se ponau gekommen, und nachdem er sich um-gekleidet hatte, erschien er um 12 Uhr. Ichwurde mit eben der Gewogenheit aufgenommen,mit welcher mich Se> Durchlaucht ehemals inBerlin beehrt hatte. Auch im äußerlichen An-sehen fand ich den Herzog wenig in diesen 14verflossenen Jahren verändert; er ist noch jetztein schöner Herr, in dessen Gcsichtszügen vielEinnehmendes herrscht. Wir wurden im Na-men des Herzogs von dem Hofmarschsll, Hrn.von Rloppmann, zur Tafel geladen, welcheauch bald darauf angieng, und mit Geschmackund Ueberfluß scrvirt war. Wir waren etwa26 Personen an einem sehr langen und schma-len Tische; mitten an demselben saß der Herzogzwischen seiner Frau Mutter und einem Mini-ster; mich setzte man gegen Jhro Durchlauchtenüber. — Die Unterredung war zum Theil all-gemein; mit Anstand lebhaft und ohne Zwang.— Beym Dessert reichte mir der Herzog reich,lich von dem schönen Obste, das in feinem Gar-ten zu Schwevchof gezogen wird *).
B z Nach
*) S. III. B. -48 S.