r r Mitau.
Nach aufgehobener Tafel spielte der HerzogBillard a la Guerre mit Verschiedenen des Ho-fes; mittlerweile führte mich der Hofmarschallin den vornehmsten Zimmern herum; -— er istein sehr artiger und höflicher noch junger Hof-mann, und hat von dem Könige von Polen denSt- Stanislausorden. — Der Saal, in wel-chem Billard gespielt wurde, war selbst, wie inRußland, eines der reichsten Zimmer des Schlos-ses; doch werden nicht einem jeden die etwas garzu massiven silbernen Zierrathen gefallen. —In dem großen Eckzimmer neben an, wo dieAussicht über den schönsten Theil der Gegendum Mitau ganz herrlich ist, steht ein sehr kost-barer Schreibtisch, der in dem Verkauf der Ef-fekten des Herzogs von Ehoisem'l, nach diesesMinisters Fall, für zwölstausend Livres erstan-den worden, und den hernach der vorige Besi-tzer vergebens wieder an sich zu bringen getrach-tet hat. Dieser Tisch ist meist eyrund, hat sehrviel Bequemlichkeiten, und an einem Ende ist ineinem vortresiich gearbeiteten Felsenwerk vonvergoldetem Bronze eine Uhr mit einem Glocken-spiel befindlich.
Aus jenem Eckzimmer kömmt man in einSchlafzimmer, welches sehr schön auf chinesi-sche Art von dem Grafen Zanta gefirnißt wor-den ; und auf dieses folgt ein Kabinet mit ei-ner von der Herzoginn Mutter schön gestickten
chinesi-