Band 
Sechster Band.
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Reise nach Grodno. 29

-aturarbeit; der Hauptaltar sehr ansehnlich,und einige Gemälde nicht ganz schlecht. >— Inder großen Kirche bey der Post ist der Haupt-altar ebenfalls nach einem großen und ähnli-chen, etwas sonderbaren Plan aufgeführt, al-lein mit allzu vielen Aierrathen und schlechtenCtatüen überladen. — An dem Postmeister inRauen, ein Herr von Esten, den ich mit einemBriefe an ihn besuchte, fand ich einen artigenMann. — Auf dem Jahrmärkte, der eben ge-halten wurde, kaufte ich mir eine Gabel, weilin den lithauischen geringern Herbergen keine zuhaben ist. —- Der von Herrn Lüscking ge-rühmte kauensche Mech ist wirklich ein vortref-lich schmeckendes Getränke. Wir fuhren vonfünf Uhr an noch ein Paar Meilen weiter; ka-men auf einer Fähre untcrwegens über denMemelfluß, der hier zu Lande LAemen heißt,und trafen den Fürsten Sapieha mit seinemGefolge an, ein Fahnenträger ritt voran: anek-eln neuer Anblick.

Den r 8 teil Sept. gieng es über Berg undThal und durch Wälder, aber mehreuthcilsschlechte Wege, nach Preny (4 Meilen): einweitläufiger Ort, mit einem großen hölzernenSchlosse, und bey demselben ein neues kleineres,von Stein und artig. — Nach andern 4 Mei-len erreichten wir Vleta, mußten aber, ehe wirin diese Stadt hinein fuhren, nochmals auf ei-ner