Band 
Sechster Band.
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Mad. Zerniß. ror

sowohl aus der großen Virtuosen eigenen Ka-price, als weil sie selten recht wohl und aufge-räumt war; doch hatte sie den Besuch des Kö-nigs und der vornehmsten Magnaten mchrma-len gehabt, und ihre ausnehmende Geschicklich-keit hatte den ihr gebührenden Beyfall undRuhm auch in Warschau erhalten, obschon diePolen in der Musik wenig Kenntnisse haben, unddie leichte gefällige Melodie eines air 6e vsulsallen künstlichen harmonischen Stücken vorzie-hen sollen. Ich habe auch nur von zween ge-borncn Polen reden gehört, die gegenwärtig ei-nige vorzügliche Stacke in der Musik besitzen:Jarnovick, ein Violinist, der sich zu Lyon auf-hielt, und Zvgmantowski, ein Knabe von 8Jahren, der schon sonderbar gut das Violon-cell spielte, und sich ebenfalls auswärts befand.

Herr F L. Zcrnitz selbst ist der Sohn einesreichen Handelsmannes aus Dresden, und ver-einigt mit großen Einsichten in das Kommerj-und Finanzwesen viele andere Kenntnisse vonallerhand Sprachen und Wissenschaften, undeine unglaubliche LekLur; er hat des GrafenMniszek schöne Lebensbeschreibung Joh. Lasi--mirs ins Französische übersetzt, welche Ueberse-tzung aber noch nicht gedruckt ist. Ueberhaupt istmir nichts Gedrucktes von ihm bekannt, ob erauch schon unter andern viel über Projekte undFinanzsachcn geschrieben hat. In WarschauG z wurde