Band 
Sechster Band.
Seite
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Kirchen. ioz

Kirche ist nicht übel; die Gemälde aber muß ,man eben nicht sehr genau betrachten.

Die Pfarrkirche der Altstadt zu St-Johann,welche zugleich Kathedral- und Kollegiatkircheist, ein gothisches, altes, aber zu verschiedenenZeiten aufgeführtes Gebäude, und das mehrcrnin der Schönheit nachsteht, hat viele Grabmä-ler und einige Gemälde, die mit einem markigenPinsel, aber sonst, wie meist alle andere, sehrmittelmäßig gemalt sind. Ich hörte hier einer Lei-chenmusik und Messe zu, welche bey der Beerdi-gung des königlichen Archivarius gehalten wur-den. Die Musik schien mir weder sehr zu rüh-men noch zu tadeln. Die Leichencerimonic abersehr fcyerlich, und so soll der Gebrauch sehr all-gemein, sofern es die Umstände erlauben, inWarschau seyn.

Die Angusiinerkl'rcbe verdient ziemlich auchbesehen zu werden. Ein Altar war eben diesenTag sehr mit Bluhmenkränzen, Festons und ei-nem verzogenen Namen geziert, weil es Ablas-tag war.

Des Mittags spciscte ich bey meinem Haus-wirthe Herrn Hofrath Groll, dem berühmtenund um die polnische Typographie so verdientenManne, der zugleich, indem er die ehemals un-ter Haller und andern so blühende Buchdruckcr-G 5 kunst