Band 
Sechster Band.
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rr 4 Fürst Woiwode von Rußland.

Unter den übrigen schienen mir nur verschie-dene Küchen - und Thiersiücke und einige Land-schaften etwa noch Achtung zu verdienen.

Zu Mittage speisete ich bey dem verehrungs-würdigen Patriarchen des polnischen Adels, demFürst Woiwode» von lithauisch Rußland, Au-gust Alexander Cxarrorisk)', Vater des FürstenAvam, und Onkel des Königs *). Diejenigen,welche über die fast allgemeine Vcrderbniß derSitten, die sich auch in Polen mit der angebli-chen Verfeinerung derselben cingeschlichen hat,am mehresten klagen, nennen diesen respektabel«:8 r jährigen, aber noch muntern Greis, den letz-ten unter den Polen, im Sinne wie Brutus beyden Römern; auch wollen sie beynahe für ihnallein gut stehen, daß er gar keine Schulden ha-be, ob er schon einen prächtigen Hofstaat führetund allein offene Tafel halt; — mit einemWorte, es ist nur eine Stimme über seine Recht-schaffenheit, Liebe zur Ordiiung, Gutthatigkeitund andere vortreffliche Eigenschaften. Manbraucht auch nicht lange um ihn zu seyn, umden biedersten, wackersten Mann an ihin zu er-kennen, und bis zurSchwarmerey von ihm ein-genommen

*) I« Militärstande ist der Fürst, Chef des Krön-gardcregiments zu Fuß; er hat aber auch seineeigenen Truppen, wovon ein Theil auf seinemLands,«; Villanov, nahe bey Warschau» einquar-tiert ist.