Band 
Sechster Band.
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125
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Fürst Woiwode von Rußland. 125

genommen zu werden: der Fürst soll dabey vie-le und gründliche Kenntnisse nicht allein in derschonen Litteratur, in welcher er sehr bewandertist, sondern auch in den eigentlichen Wissenschaf-ten besitzen, wovon ich selbst manche Züge be-merkt habe. Er hat seines Alters ohngeachtetj die polnische Kleidung so wenig als seine Nach-! kömmlinge beybehalten, uird ist ein ungemeinhöflicher und galanter Mann, der mehrerei Sprachen, und besonders vollkommen franzö-' fisch spricht. In füngern Jahren hat er vieleLander besucht, und große Feldzüge gethan; un-ter andern in venetianischcn Diensten gegen dieTürken, in Griechenland, und bey der Belage-rung von Zante.

» Der Gaste waren sehr viele, wohl zo oder40; unter andern die Prinzeßin Tochter desFürsten, welche die Gemahlin des Krongroß-feldherrn, Fürsten Lubomirski ist; die Castel-lanin und Gräfin porozka; der General vonLoccefi; der nicht unbekannte italienische Grafvon Tomatys; der Pater Bcnvemm u. s. w.Ich blieb nach Tische mit einigen wenigen an-dern noch über eine Stunde bey dem Fürsten,und die Zeit gieng in unterhaltenden Gesprä-chen geschwind vorbey; eine solche Conversa-tion wird täglich gehalten; nachher pflegt Se.Durchl. ein Paar Stunden allein zu seyn; gegen7 Uhr aber können alle die im Pallaste freyen

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