Eröffnung des Reichstages», 19 r
ter einem Baldachin. Die zwo ersten RechenBanke sind für die Landbote» oder die Ritter-schaft. Die zwo Hintern für angesehene Zu-schauer, und überdicß ist noch an beyden lan-gen Seiten eine Gallcrie für männliche Zu-schauer i Damms müssen in noch höheru Zim-mern gegen dem Thron über, aus Fenstern inden Saal herab sehen, und es haben nur we-nige Platz.
Ob schon der König, ich weiß nicht wegenwelchen vorläufigen Staatsangelegenheiten, ehernicht als nach i Uhr kam, wurde mir die Zeitnicht sonderlich lang, weil sich indessen bestän-dig Senatoren und andre Magnaten cinfandeu;endlich kam der König noch mit einer großenSuite, setzte sich auf den Thron, sahe mit sei-ner Lorgnette nach den Damen und grüßte sie ;der Großkanzler stellte sich dichte neben ihn, undauf beyden Seiten die übrigen Staatsministers,von welchen zween mit langen Stäben zusam-men auf die Erde schlugen, jedes Mal, wannetwas angehen sollte. Die Senatoren nahmenauch ihre Platze ein, und zwar der Fürst Pri-mas (Erzbischof von Gnesen) zunächst am Thro-ne, auf der rechten Seite einen etwas reichernLehnstuhl; auf ihn folgten 5 oder 6 Bischöfe.Von den übrigen beynahe 60 Senatoren wa-ren etwa 15 noch polnisch gekleidet; die Sena-toren haben meist alle den weißen Adlerorden,
oder