Band 
Sechster Band.
Seite
253
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HerrBlanc. 25z

Päbstl. Nuntius. Herr Blaue.Lazienki.

Sonntags, den l 1 ten 4>ctob. Ich besähezwar diesen Morgen wieder einige Kirchen: ichfinde aber in meinen Papieren nichts weiter da-von angeführet, und halte es nicht der Mühewerth viel nachzusinnen, was ich darin maggesehen haben.

Ich mußte auch schon anfangen, Abschieds-besuche zu geben, und da war ich noch soglücklich, die Bekanntschaft des päbstl. Nun«kius, Grafen Andreas Arcbetki, Erzbischossvon Chalccdonicn, zu machen; sein Witz undseine Höflichkeit waren mir sehr gerühmt wor-den, und letztere war mir noch dadurch bekannt,daß er mir meinen ersten Besuch hakte wiedergeben wollen. Ich hatte aber allenthalben denUnfall ihn zu verfehlen; nun traf ich Ihn end-lich an und in einem langen und ungezwunge-nen Besuche lernete ich einen der muntersten,liebenswürdigsten und kenntnißreichstcn Präla-ten kennen.

Zu Mittage sheisete ich mit einigen schon oft«'genannte» Freunden bey dem reichen Banquier,Herrn Llanc aus Berlin, dessen Andenken mirwegen mehrerer Gefälligkeiten, die er nur erzeigthat, jederzeit schätzbar bleiben wird. HerrLlanc bewohnet und besitzt eines der schönsten