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Völker auch nicht? Mich dünkt, daß, eine Unge-reimtheit gegen die andre gerechnet, man nicht mehrereGrund hat, Diane oder Marone in einen Spring-brunnen zu stellen, als unsern Endovelicus *) oderden mexikanischen Vizlipuzli.
Aus diesen und vielen andern Bemerkungen zieh«ich eine Folge, die unsern Kenntnissen nicht sehr gün-stig ist. Wir alle, so viel unsrer sind, sind gezwun-gen, dem Geist und der Anmuth der Griechen den Vor-zug zuzugestehen, daß sie die großen Meister desmenschlichen Geschlechts waren, und noch sind. Sieerfanden eine allegorische Religion, welche die Naturverschönernd schildert. Diese Religion erhob den Men-schen zu dem Rang der Götter; sie veredelte ihn, und er-regte in ihm eine angenehme Empfindung seines Da-seyns. Die Grazien, die Musen, die am Ufer desMeers spazierende Venus, Flora, Pomona, undalle andre Erfindungen der Griechen, geben uns ange-nehme Vorstellungen, welche die Natur verschönern.Man vergleiche diese anmuthige Religion mit der Relk,gion aller andern Völker (die wahre Religion ausge-nommen), so wird man den Unterschied wahrnehmen,der unter der griechischen und andern Religionen ist:man wird finden, wie schön und rührend, und wie ver-schieden sie von denen ist, die uns nur abscheuliche, rach-süchtige , grausame und schändliche Götter aufstellen.Man füge die Geschicklichkeit der Maler, der Bild-hauer und der griechischen Dichter hinzu, deren Werkeihre Religion mit einer Annehmlichkeit, Feinheit undGrazie veredelt haben, welche noch das Ergötzen der
scharf-
*) Lnvovelicva ist ein Gott der Alten, den man erst inden neuern Zeiten aus zwölf zu Villa viciosa in Portugalgefundenen Aufschriften hat kennen lernen-
I. Theil. I