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giebt andre Berge von einer halben bis einer Meilelang mit zackichten Spitzen, deren Seiten dennoch be-bauet und bewohnt sind, wie der von Villoro. An-dere sind niedrig und haben breite mit Erde bedeckteGipfel, mit Bauerhöfen und Wohnungen, Holz zuKohlen, und Wiesen zu Weiden, die sich bis an dieSpitze erstrecken: aber keiner bringt Products nach demVerhältniß seiner Oberfläche; denn da die Pflanzen insenkrechter Linie wachsen, so kann eine schräge Flächenicht mehr Bäume und Pflanzen tragen, als eine Ebnevon gleicher Basis ; so wie man auf einem Dreyecknichts mehr senkrecht errichten kann, als auf dem Um-fang seiner Basis geschehen konnte.
Aus den Spalten dieser Berge kommen kleine Flüsseund Bache hervor. Von Gorveya entspringen vier,die sich mit dem Fluß aus dem großen Berge von Or-dnna vereinigen, aus welchem und andern Bächen,die in der Regenzeit aus den Bergen hervorbrechen, woim Sommer kein Wasser ist, der Fluß von Bilbaoentsteht. Im Winter stürzen diese, von schwerem Re-gen angeschwollen, so fürchterlich herab, daß sie derStadt den Untergang drohen, wenn sie unglücklicherWeise zur höchsten Fluthzeit kommen. Oft werden dieEinwohner auf diese Art in Unruhe gesetzt, und es istetwas Gewöhnliches in besagter IahrSzeit, in Bötenauf der Gasse zu fahren.
Wenn wir die gepflügten Felder und die kahlenSpitzen einiger zackigten Berge ausnehmen, so ist al-les Uebrige mit Bäumen und Stauden, die zu Bau-holz oder zu Kohlen dienen, bedeckt. Einige wachsenwild, als die Steineiche und der spanische Heidelbeer-strauch, andere werden gesäet und gepflanzt, besondersEichen, die sehr gut wachsen. Wo kein Holz und dieErde ein wenig tief ist, findet man ein undurchdringli-
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