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außerdem einen Ueberfiuß von Feigen, Nüssen und Io»hannisbeeren; Hinbeeren bringt pgS. Land von Naturnicht hervor; dagegen hat es vortreffliche Erdbeeren,auch alle Gartenpflanzen, Zugemüse und Hülsenfrüchtein Vollkommenheit. Ihre Zwiebeln sind besonders süß.Galicien liefert ihnen Rüben für ihr Vieh, und diekleinere Art wird gegessen. Ihre Kühe und Ochsensind klein, aber stark. Sie ziehen auch Ziegen, aberkS wäre vortheilhafter, wenn ste es nicht thaten, weilsie gar zu sehr darauf Acht haben müssen, daß ste dieBäume nicht beschädigen. Schafe haben sie nicht, eswürde ihnen auch schwer fallen, zu verhüten, daß siesich nicht in dem Dickicht verwickelten. Sie habensechs bis sieben Arten Trauben, aus denen der Eher-coli - Wein kömmt. Alle Plätze sind nicht gleich gün.stig dazu; inzwischen giebt es zahlreiche Weinberge umGrduna und Bilbao, welche die vornehmsten Ein»künfte der Ländereyeneigenthün.er ausmachen: da aberdie Preise gesetzt sind, und die Wirthe keine ausländi-schen Weine einführen oder verkaufen dürfen, bis dereigne Vorrath aufgeräumt ist, so sehen die Besitzer derWeinberge mehr darauf, die Quantität zu vermehren,als die Qualität zu verbessern, daher er gemeiniglichschlecht ist. Ueberdem stellen sie ihre Weinlese zu zeitigan; dadurch wird der Wein scharf, und hat keinesKraft; überdem sind sie so ungeschickt und nachlässig,,daß sie verdorbene und saure Trauben mit den gutenvermischen; welches alles den Chacoli zu einem elendenWein macht. Ihre ganze Lese reicht nicht auf vier Mo».gare zum Gebrauch, und der Mangel muß aus derProvinz Rioja ersetzt werden, welches zu dem Sprüch-wort Anlaß gegeben: „daß alles biscayische Eisen vonden Einwohnern in fremdem Wein vertrunken wird *).
Und
*) Buchstäblich kann man dieses nicht behaupten, denn
von