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. Indem man aus dem Gasthofe tritt, geht man ineine Ebne hinunter, die mit Weinbergen undOelbau-men bis an die Burg von Caritznena bedeckt ist, diewegen ihres guten Weins im Ruf steht. Von Ca-ritzn ena geht man über eine andre Ebne von talkarti-ger Erde und Sandstein bis Longarcs, wo man wie-der anfangt, Weinberge zu finde». Ein wenig weitersieht man Kalkfelsen, welche verschiedene Hügel aus-machen. Die Pflanzen, die man hier findet, findstachlichter Genst, Lavendel mit weißen und blauenBlumen, zwey Arten Aberaute, Radendistel u. d. g.Hierauf findet man Gypsstein bis Maria, wo derBach runde Steine mit sich führet. Nachdem man einsehr unebnes Land durchwandert hat, gelangt man,wenn man vier Stunden bergab gegangen, nach Ga-ratzosta, der Hauptstadt in Aratzonien, die größ-kentbeils von Olivenbäumen umgeben ist. Sie liegtauf einer GnpSbank, die tiefer als das Bette des Ebroist, der ihre Mauern bespült. Am Ufer dieses Flussesist eine Sreinsalzgrube, von der ich keine Beschreibungmachen werde, weil ich fie nicht gesehen habe.
Sieben und zwanzigster Brief.
Von dem Wasser zu Madrid.
Naturforscher haben mit Hülfe der Scheide-kunst unzählig viel Versuche gemacht, zu erfah-ren, in welchem Grade das Wasser heilsam sey. Diebesten Versuche sind, nach meiner Meynung, die amwenigsten gesuchten und leichtesten, als z. E. die Art,wie das Wasser die Hülsenfrüchte kochet, und ob eswenig oder viel Schaum mit der Seife giebt. Denn
da-