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Johann Talbot Dillon ... Reise durch Spanien, welche wichtige Beobachtungen aus der Naturgeschichte, über den Handel, die Fabriken, den Ackerbau, nebst einem Auszug der merkwürdigsten Sachen aus Don Guillermo Bowles Einleitung in die Naturgeschichte und physikalische Erdbeschreibung von Spanien enthält
Entstehung
Seite
88
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halbe Meile von der Stadt, an einem Ort, Puerc»Blanko genannt. Die Mine blüht nicht zu Tage:aber einige Fuß unter der Oberflache findet man eineSchicht von einer ganz fremdem Erde, dergleichen manhier herum gar nicht sieht. In dieser Mine ist gedie-gen Silber (urgenc vierge) in Späkh, Silbererz inPyriten von Kupfer mit Quarz und ein wenig Eisenvermischt.

Zwey und eine halbe Meile von Cazalla findet maneinen hohen Berg, der Fuerta de la Reyna genen-net wird, wo die Mine Lonftanrina zu sehen ist, dieihren Namen von einem zwey Meilen davon entlegnenDorfe führt, nicht aber von dem Kaiser Constamm,der nie in Spanien war, sie auch nicht zuerst besah,ren ließ, wie der allgemeine Irrthum ist. In altenZeiten wurde diese Mine mit großer Einsicht bearbeitet,welches noch an den Ueberbleibseln der Schachte undStollen zu sehen ist. Zu meiner Zeit wurde sie voneinem Einwohner vou Lonstancina bearbeitet, der andem erhabensten Theil des Berges zwey Schachte undzwey Stollen hatte. Der Gang streicht von Nordennach Süden, queer durch den Strich der Schiefer.Die Decke ist von Eisen mit Pyriten, und eine Blendevon Bley und Silber mit Spath. Tiefer ist Silber-erz, welches die Spanier pI->» kelscla, befiorneö Sil-ber, nennen, und eine Bleygrube in Nierenwerk (re5-sellgrect), ebenfalls mit Silber vermischt. BesagterEinwohner verließ sie, aus Mangel an Gelde oder anKenntnissen; denn da das Erz gut^ Holz genug beyder Hand, und ein Bach in der Nahe am Fuß des Ber-ges war, so hätte sie wohl mehr Aufmerksamkeit ver-dient. In der ganzen Gegend umher findet man eineunermeßliche Menge Schlacken, aus denen das Metallsehr gut herausgezogen ist; und, nach dem Schein zu

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