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urtheilen, muß man diese Schlacken für die Wirkungeines Vulcans halten.
Zwey Meilen westlich von Eazalla findet man eineKupfermine, an einem Ort, Eagnada de los Cone-jos genannt. Dem Anschein nach mußte diese Minereich seyn. Der Gang erstreckt sich von Norden nachSüden in einem pyritenartigen Quarz; aber aus einemwenigen Spath, den ich hier sah, urtheile ich, daß sietiefer ihre Natur verändern, und sich in eine Silber,mine verändern werde.
Ehe wir aus Lazalla giengen, besah ich eine Vi-triolgrube, eine halbe Meile von der Stadt in den Fel-sen einer Anhöhe, die Kastanienbäume genannt, we,gen der vielen Kastanien, die man hier findet. DerStein ist Pyriten- und eisenartig; man siehet tiefe gelb-grüne Flecken; unter andern unterscheidet man einenFlecken, der wie weißes Mehl aussieht, und ein seinesKrystallisirungSwassers beraubter Vitriol ist.
Wie wir aus Cazalla westwärts gegangen waren,bestiegen wir einen Berg von zwey Meilen lang, mitvier Arten Terpentin, Ciströslein und andern Stau-den, von der Natur derer, die ich auf andern Bergengefunden habe, und langten in einem kleinen Fleckenan, Namens El Real de Monasterio. Eine halbeMeile davon entdeckte ich eine Mine von Wasserbley,zum Zeichnen dienlich; es ist eine Art Molybdena,aber nicht die ächte mol^bclens nign'cg frbrili;, die sichin Euinberland findet, und auswärts so berühmt ist,daß es in Frankreich crsyon cl'Hnglererre genanntwird. Man macht Bleystifte zum Schreiben und Zeich,nen davon. Die Engländer sind so eifersüchtig darauf,oder vielmehr, sie verstehen ihren Vortheil, und alles,was zum Besten ihrer Industrie gereicht, so gut, daßes bey der schärfsten Strafe verboten ist, Wafferbleyunverarbeitet zu versenden. Man muß dieses nicht mit
§ 5 dem