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dem vermischen, was man in Spanien schwarz Bleynennet; denn dieses sind zweyerley Dinge. Letzterer istder Ampeliris, ein schwarzer, weicher, bröcklichterStein, dessen man sich zum Zeichnen bedient. Er hateinen herben Geschmack, einen harzigen Geruch, undlöset sich an der Luft auf, wie die schwefelartigcn Py.riten.
Der Boden um Monastcrio ist kiesicht, undbringt eine gute Art Eichen, von denen in dieser Ge-gend ein Gehölz von einer Quadratineile groß ist; auchfindet man hier viele Pantoffelholzbäume. Alle vierJahre wird die Rinde davon bis auf die weiße Haut ab-geschälet, welche man aber nicht berührt, weil sonst derBaum verdorren würde. Gleich darauf dringt einSaft aus dem Baum, der sich in der Sonne und Luftverdickt, und in vier Jahren eine neue Korkrinde er.zeugt. Wenn die Rinde abgenommen ist, so wird siein einem Teich aufgehäuft, und schwere Steine daraufgelegt, daß sie platt und zu Tafeln wird; nachher wir>sie herausgenommen, und zur Ausfuhr in Bündel ge-schnürt, weil sie dann zu allen den Dingen, wozu dasPantoffekholz gebraucht wird, tauglich ist.
Es giebt vielerley Arten von Eichen in Spanien.Roble ist die gemeine englische Eiche mit bittern Ei-cheln *). ^Luerigo ist eine Eiche mit Kastanienblät-kern und gleichfalls mit bittern Eicheln. Encina istdie ilex, Steineiche, oder immergrüne Eiche, hat süßeEicheln, wächst sehr hoch, und hat ein festes und har-tes Holz; die Wurzel aber ist es nicht so sehr. Siewird von den Drehern gebraucht. Die Eicheln sind
groß
*) Franz, ronvre. Diese Benennung wird mehrentheils inder französ Uebcrsetzung des Bewies gebraucht, wennvon Eichen die Rede ist; vermuthlich Huercur roburLittn. U.