welche linvermerkt eine so wesentliche Verwandelung derMaterie wirkte? Die Geschirre, welche aus dieserErde gemacht werden, sind glänzend und wohlfeil; ichkaufte ein halbes Dutzend Teller für einen Real; dochist es nicht die beste Waare von Valencia. DieFaiwnzfabri'k, welche der Graf von Aranda zu Al«coca angelegt hat, giebt dem schönsten Fayanz in Eu-ropa nichts nach; es übertrifft vielmehr verschiedene inAnsehung der Feinheit der Erde, der glänzenden Gla-sur und der artigen Figuren; es würde in aller Art voll»kommen seyn, wenn es nicht berstete, und der Firnißnicht so leicht abschieferte.
Doch alle Arten Fayünz haben diesen Fehler, weildie Glasur den Thon nicht durchdringt, der unvollkom-men, schlecht bereitet und schlecht gebrannt ist. Derächte Porcellan ist der einzige, der, ohne zu springen,ünd ohne daß die Glasur Schaden leidet, dem Feuerwidersteht. Viele Jahrhunderte kannte man in Eu-ropa keinen andern Porcellan, als den von JapanUnd China , und wie man ünfieng, ihm nachzuahmen,so machte man nichts als zerbrechlichen Thon von einerglasähnlichcn Art. Sachsen gab das Muster einesguten Porcellans, Und gegenwärtig hat man die Ent-deckung der Mittel, ihn eben so vollkommen als in In-dien zu machen, den geschicktesten Scheidekünstlern zudanken.
Die weiße Fayanz, welche aus England ge-bracht, und hier sogar am Hose stark gebraucht wird-kst sehr schön und wohlfeil; man könnte dergleichen mSpanien eben <o leicht verfertigen. Man läutert deuThon, indem man ihn wäscht, und vom Sande undandern fremden Materien reinigt. Hierauf vermischtman ihn mit gestoßenem Kiesel, dessen Nothwendig-keit die Erfahrung gelehrt hak. Die Stücke werden ge-
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