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Johann Talbot Dillon ... Reise durch Spanien, welche wichtige Beobachtungen aus der Naturgeschichte, über den Handel, die Fabriken, den Ackerbau, nebst einem Auszug der merkwürdigsten Sachen aus Don Guillermo Bowles Einleitung in die Naturgeschichte und physikalische Erdbeschreibung von Spanien enthält
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248
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Aus zwanzig-Theilen des Bodens von Sots sindwenigstens achtzehn mit weißen Pappeln bepflanzt, dasist, mit dem am wenigsten nutzbaren Holz. Die Ul.men nehmen den niedrigsten Theil des Bodens ein, des»sen Oberfläche so sehr vom Wasser bedeckt wird, daßsie beynahe ertrinken. Es giebt Platze, deren Bodenfür die Ulmen am dienlichsten waren, wo weiße Pappelnstehen, welche die Feuchtigkeit lieben.

Derjenige, der hier Gouverneur war, als ich denOrt besah, versicherte mich, daß vor acht und zwan»Zig Jahren fünftausend Ulmen zum Dienst der Artille,rie hier gefallet waren, und das sey die Ursache, warumjch si> wenig große Baume sähe. Entweder verstundderjenige, der die Bäume anwies, sein Handwerk nicht,oder die Noth war auch dringend; kurz, der Schade istgeschehenund es hilft nichts, wenn man davon redet.Ich will'nur anzeigen, welche Vorsicht man anzuwen»den hätte, damit dieser Wald ein mehreres einbrächte,und der König im Nothsall Holz für die Artilleriefände.

Da die Ulme wegen ihres festen, leichten und gutzu bearbeitenden Holzes so geschätzt wird, so sollte mvndarauf bedacht seyn, in einigen Theilen des Reichs nichtn>eit von den Küsten große Gehölze aus lauter Ulmenanzulegen *). Der Goto de Roma würde zu die.fem Baum einer der geschicktesten Oerter in Spanienseyn. Ohne sich durch die Furcht abhalten zu lassen,den Betrag des Pachts der Ländereyen, und des Ver,kaufs der weißen Pappeln zu verlieren, müßte man

jähr-

*) Zu dem Ende würde es nöthig seyn, durchgehends zuwissen, wie man es schon zu Soto oe Koma weiß, daßdie Ulme vielen Samen giebt, den man sammlen und ir»Baumschulen pflanzen müsse, um nachher die jungenBäume in entblößte Wälder zu versetzen.