vorbringen, und da keine Pfianze so viel davon hak, alsdiese Aloe, so ließe sich viel Brandwein daraus ziehen,aber in Spünicn, wo eö so viel Wein giebt, ge-braucht man dieses Mittel nicht. Man könnte auch dieFasern dieser Pflanze nutzen: da sie aber sehr stark undin der Pflanze halb gewunden sind, so lassen sie sichnicht so leicht als Hanf spinnen; dem ohngeachtet wer-den Stricke und Zügel, und zu Barcelona Blondendaraus gemacht.
.. Die Opuntie oder der indische Feigenbaum ist indem östlichen und südlichen Theil Spaniens sehr ge-mein, zind ob sie gleich ursprünglich eine indischePfianze ist, so kömmt sie doch allenthalben ohne Culturfort, sogar in den Felsenritzen, wo kaum so viel Erdeist, daß sie würzeln kann. Die Blume ist so groß wieeine kleine Nelke, und reichlicher mit Blattern von ei-nem lebhaften Roth ohne Dornen versehen; aber mitrauhen fast »«merklichen Häuten bedeckt. Nach derBlume folgt eine der gewöhnlichen Feige, ähnlicheFrucht, welche man, nachdem sie abgeschälet worden,essen kann. Sie hat einen sehr süßen ein wenig lassenGeschmack. Das Sonderbarste ist, daß sie den Urindessen, der sie gegessen hat, roth färbet. Von unge-fähr entdeckte man in England, daß die Knochen derSchweine eines Färbers, die Krapp gegessen hatten,roth gefärbt waren. Der Versuch wurde wiederholet,und ist von der Akademie der Wissenschaften zu Parisbestätigt worden. Auch zweifelt niemand daran, daßes Körper und Nahrungsmittel giebt, die, ohne sichzu verändern und zu verwandeln, durch die ganze thie-rische Materie, und selbst durch die Milchgefäße gehen,und die Knochen färben. Vielleicht thut die Feige derOpuntie eben das, was der Krapp thut. Man pflegtdiese Pflanze auch die Schaufelfeige wegen der Gestalt