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ihrer Blatter zu nennen. Die Frucht ist unter demNamen der indischen Feige bekannt.
Der Dattelbaum oder die große Palme kömmt inallen mittäglichen Provinzen Spaniens fort. Ammeisten aber findet sie sich zu Elche, einem Dorf imHcrzogthum Arcos, in dem Königreich Valenzia.In einem Gehölz zahlt man über fnnfzigtausi-nd Fuß,und zwey DrittlM derselben sind über hundert undzwanzig Fuß hoch. Die Datteln sind größer als Oli-ven , und hangen in Trauben von zehn bis fünfzehnPfund. Sie schmecken nicht so süß und lass als dieDatteln der Barbarey. Die Landleute umwinden ei»nige Zweige des Dattelbaumö mit Espartobinse» oderandern Kräutern, um sie vor der Sonne und Luft Zubeschuhen. Sie werden davon so weiß als Sellery oderDisteln; alsdann verkaufen sie dieselben in allen spani-schen Kirchen zu den Ceremonien des Palmsonntags.
Die Erdäpfelart, welche man Kartoffeln, und inSpanien Parates nennet, wächset neben der Wolfs»kirsche, einer gefährlichen giftigen Pflanze; und dieOrgane von beyden ziehen ihren Nahrungssaft aus ei-nerley Erde; nichts destoweniger sind die Wurzeln dereinen ein vortreffliches Nahrungsmittel, und der an-dern ein höchst schädliches Gift. Die Spanier habenl^e Patates aus America nach Galizien gebracht,von bannen sie sich in ganz Europa vertheilet haben,und Millionen Menschen nähren.
Ireland ist das erste Reich, wohin sie aus Ga»lizien gebracht worden sind. Hier haben sie sich derge-stalt vermehrt, daß sie, so zu reden, die einzige Speisedvr Einwohner geworden sind *). In Andalusien
und
*) S. Arthur Aoung Csq. Reife durch Ireland, Leipjig1780. 2 Theil S. 40, Z45.