24 ) Der Velan,
dessen Gletscher das grofse, fruchtbare und von hohen Bergen umge-bene Entremontthal einschliefst, erhebt sich in Gestalt eines Kegel*weit über seine Nachbarn und wird in seiner ganzen Schönheit vorzüg-lich auf der Spitze des Zuckerhutes gesehen. Sein Gipfel ist ein un-geheures Stück Eis, und Murrith, der diesen Berg zuerst bestieg,fand oben eine Ebene, wo ihm der Himmel wie ein schwarzes Tuchvorkam, womit die Erde umwickelt schien. Vier Stunde Weges ent-deckteer auf dieser Einöde und Wüste keine Spur von Vegetation,doch sähe er noch einen Schmetterling in vollem Fluge über die Spitzedes Berges fliegen. Nur ein Gletscher trennt den Velan von dem Glet-scher Vals oret, einem der einsamsten und traurigsten Oerter in derSchweiz, wo die Drance entspringt, und der durch einen grofsenWall von Geschieben eingefafst wird. Hier erblickte der unermüdeteAlpenwanderer Bourrit unter dem Eis und von Eis gebildet die präch-tigsten unterirrdischen Gänge, Pyramiden, Labyrinthe und Coridors.
25 .) Der Bernhardsberg (Mons Jovis)
besteht meistens aus abwechselnden Schichten von Gneifs, Glimmer-schiefer, JJrkalk und Quarz. Von Martinach ziehet sich der Wegnach demselben lange längs der Dranse hin, die sich hier tobend undschäumend durch eine enge Schlucht hinwälzt. Nicht weit von Bran-chier gelangt man in das schöne Thal Orsieres und eine Stunde wei-