34) Das Finsteraarhorn,
eine der höchsten Granit- und Gneifspy ramiden , ist erst im Sommer1Ö12 durch die Vcranstaltiuig des Herrn Di. Rudolph Meyer in Aarauerstiegen worden. Dieser machte, begleitet von seinem Vater, Oheim,Bruder und dem Dr. Thilo, so wie von melueren Führern und Gems-jägern, am 26sten Jul. 1812 den ersten Versuch zu dessen Besteigung.Die Reisenden verliefsen den Tag vorher Abends das Grimselspilalund gelangten durch eine Einöde voller Felsentriimmer in die Ober-alp, wo sie bey einem Geifshirten übernachteten. Am folgenden Mor-gen führte sie der Weg durch ein beengtes Gletscherthal nach demVieschergletscherthale, wo sie bald nichts als Schnee und Eisum sich erblickten. Als sie die Höhe von 10370' über dem Meere er-reicht hatten, wählten sie an einem tiefen Abgrunde des Finsteraar-horns ihr Nachtquartier zwischen Felsen, wo nur gelbe und schwarzeFlechten das nackte Gestein bekleideten ; doch sumsete noch eineWespe um sie und späterhin erblickten sie auch in einer Höhe von12000' noch einen Schmetterling, und sahen tun die höchste Spitze desFinsteraarhorns einen Adler sich in weiten Kreisen wiegen. Als siesich am andern Morgen anschickten, ihr Ziel zu verfolgen, wurdensie davon durch die ungünstigste Witterung abgehalten. Sie eiltendaher nach dem Grimsel-Spital zurück, und die Gesellschaft zerstreutesich, bis auf den Dr. Meyer, welcher bis zum I4ten August harrte.Da nun das Wetter günstiger wurde, brach derselbe am loten Augustmit einigen Begleitern auf, und erreichte ohne Schwierigkeit das