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Das Buch Iosim.
Lap.vil.
6. Josua aber zerriß seine Kleider/imd fiel auf sein Angesicht zur Erdenvor der Laden desHErrn bisausdenAbend/ er samt den Aeltesten Israels/und warffen Staub auf ihr Haupt.
Hivbr/iL. Offenb.i8/lp.
7. Und Josua sprach: Ach HErrHErr! warum hast du diß Volck al-lerdings über denJordan gehen lassen/daß du uns in die Hand der Amomergebest/ uns umzubringen? Ach daßwir doch waren zu frieden gewesen undwären auf jenseit des Jordans geblie-ben!
Josua/ als ein treuer Heerführer / demüthiget ßch samtden Aeltesten im Namen des gaatzeü Volcks vordemHErrn:und da er hatte aas seiner eigenen Warnung diese Sünde kön-«eo wahrnehmen / ood GOtt gleich um die Entdeckung derUrheber dieses Unheyls anrufen; so gcrath er selbst in Angstund Schrecken/ und vergißet gleichsam aller der thtürenVrr-heissüsgcv/ die GOtt auch besonders ihm gethan hatte/ daßer ihn nicht fahren lassen noch verlassen wollte/ Kap. 1/5.ood daß ermtt ihm seyn wollte überall/ wo er hingehen würde,v.p.
Hier stocket nun der Glaube / und daher auch der Muthand die Tapfferkejt: und stehet man also hieraus / wie dasmenschliche Hertz so einvcrzagkVing ist/ und dSß man Sichtgenug untersuchet / woher doch manchmal die grose StrafenGOttes kommen / daß man die Sünden des Volcks/auch dieunreiner und der ander davon begangen hat / deßwegen dochder Zorn GHttesübereine gautzc Gemeine kaa gereitzet wer.den / nicht genug untersuchet/ damit durch gehörige Strafeeioersolchcn Ucbertretuug der gerechte Zorn GOttts öder diegantze Gcmclllde / die schuldig ist über alle Glieder von ihr zuwachen/ mbgte abgewendet werden. Siche-.Sam. 24/1.17.r.Lor.5/2- 6. unddiebedenckliche Srfie Frag and Antiv. desHcydelbergischen Katechjsmi / daß durch Zulassung der Gott-losen zum heiligen Abendmahl der Bund GOttes geschmähet/
v. 6. Die Gebährden/ welche hier angeführt werde«/erängoetenflch in schweren Traür- Fällen / den gefaßten Un-willen und die Gemüths-Verwirrüngdarzulegeü-
vor Ser Lcköe») Die zu Kriegs-Zeitea und bey Vorha-benden Feld-Zügen nicht in dem Merheiligsten verdeckt und
verborgen war. .
. Josua/ welcherallhier denoberstenTheil fürbildet/ befin-det sich iü seiner Erstannnng ood Betrübnißgavtz zerschlagen/indem er nach so vielen erhaltenen Siegen daorwch vo« seinenFeinden ausgelachet wird. Derowegen demüthiget/ betrübetand vernichtiget sich auch diese Seele für ihrem GOtt / undsagt:
v. 7. Äch^Err! Ich war zwar wolüberMget/daßich von mir selbstcn kein Vermögen hatte. Deßwegen brauchteich auch die Kühnheit nicht/ aus meinem eigeuenTriebe etwaszu unternehmen, nvarrrm Haff da mich dann / ob ich michgleich dir gäotzlich übergeben hatte / so weit fortgehen lasset,/und mich über den Jorvatt^ehen heißen? Warum hast duMich nicht vorhero sterben lassen/ ehe ich durch solchen gegan-gen bin ? So würbe ich deinen Zorn nicht auf mich gezogenhaben durch einige mtrzwar unbekannte Untreue / welche ichwol mag in diesem Durchgänge begangen haben.
Eine solche Seele ist so erschrocken/ daß sie glaubet / derDurchgang durch diesen Strom sey- nur die Ursache solcherNiederlage. Dann sie erkennet ihre Eigenheit nicht / welchehieran eigentlich schuld gewesen ist.
8. Ach HErr/was soll ich sagen/nachdemJsraelvor seinen Feinden denNacken herumgekehrthat! ,y. Wann das die Lananiter und alleEinwohner desLandes hören/ so wer-den sie sich wider uns umher machen/und unsern Namen ausrotten von derErden: was willst du dann dein««grosen Namen thun?
10. Da sprach der HErr zu Josua!Stehe auf! warum ligst du so aufdei-
n. Israel
v. 8 . Diesem obersten Theil ist es ein unausstehlicher
Schmertz/ daß ersehen muß / wir disgantze Seele ihrenden den Rücken kehret/ und für dcocnseldigen fliehet- 3 ^
Ansehung GOttes aber ist nichts herrlichere! / und nichts züfinden welches Mehr anzeige daß er allcine die ersten Siege er-halten habe/ als diese Schwäche / durch welche man für seiner»Feinde« fiieheu muß. Da GOtt alles für seine Kräder verrichttctt/ so verstöreteerbasAllerstärckste in seinen Feinden. So*bald er sie aber um ihrer eigenen Liede willen / und dieweil stfsich heimlich etwas von dem Siegezugeschrieben hatten / aller-ue lasset; so werden fie geschlagen/ und müssen mit Schandeund Unordnung für ihren Feinden fliehen.
Dann ist es leicht zu sehen daß alle Ehre des Sieges GOttzukomme / und nicht dcoeu Menschen: welche ja die Aller feig'sten und Schwächsten von der Welt seyn würden/ wann GOttnicht für fie stritte. O du Liebe! mau kao eher crkeooen beydiesen Uebrrrumpelungen/ als bey allen.Siegen / was da bist!Dershaibrn so liebet eint nicht eigennützige und erleuchteteSeele ihre Niederlagen rbensowol/ und mehr/ ob fle gleich d^durch offkers verwundet wird/ als ihren Sieg: dieweil sie sMia ihrem Sieg etwas zugeschrieben hat / so GOtt zugehöret raber in ihrer Niederlage giebet flelhme solches wieder.
v. Die Ean»mrer weroen uns ausrotte») bwunderbargehcts mit den göttlichen Verheißungen. Waossda die in dieselbe gesetzte Hoffnung allbereit scheint in volle Er-füllung zu gehen/ daß man auch drucket/ es könne nun nicht mehrschien z so grwinut es/ eh man flchs verstehet / wieder das Ä»'sehen/ als ob Nichts würde draus werden / ja vielmehr das gra-de Wiberspiel sich äusser» wollte. Das muß «an uou dabeylernen beobachten Und fichnicht irren lassen: sonst verfchletoMdes Siels. . ,
GOtt verMcht seine Verheissüugm memaken / er wirvaber aüfgehalten durch uns/ und muß unsere Sicherheit ofl»lassen anlaufen.
v.ro. richtet der HErr den Josira auf / dessen zekschlafgenrsunbuuschuldiges Hertz er in Gnade» ansähe / und zeiEihm bann eine Weise/ wieder Uedcrtrctek köute entdecket/ aaadaraofauch sollte bestraft werdtü / ohne weiches drrgercEZorn GOtteS nicht weichen würde. Dann so wollteein Straf-LtkMpel hier sogleich im Lande Kanaan st'üAgli ichwie er vormals in der Wüsten bey der ücbettretaug vf.dritten Gebots ein scharfes Exempel an dein Flacher/i24/24. und dem Sabbath-Schänder wider das vierte Gebe"drruureiowklllgHoltzzUseinerNothdUrsstmag aofgelcsiUP^den/hat bewetskttlassen: 4 .Mos., 4 /) 5 . aufdaßsiejahittMneu sollten die Gebote GOttes in diesem verheissneN La»vwol zu beobachten/ daß sie nicht durch Ungehorsam fichhkrrlichenWolthatinögttn unwürdig machen. ^ ^
Es bestrafctaberGOttaoch zugleich denJosuaubereioc
Fehsrr/wkkcherLelleoSeeieaeioesfvlchcnGMEssehrgkkM^,st: Indem fie sich aus ihren eigtnrnKraffttn dcmüthigeü Ulvernichtigen/ und sich sapurchio die Herrlichkeit ihrer
tigkeitwiederzusktzeuvermeynen. Sie thun aberüdelhie""^Schande drrNikdrrlagemitGedniterttagru/vhve daß mavtz^Diejenigenwelcheeine solche Niederlage erlitten haben
durch seine eigene Kräffte wieder zurechtzubringen trachtete. „pch nieder/ und demüthigen sich: Uüd es scheinet ihnen für ihrUcbel em tkefflichesMttteUusivo.'' Aber i»'dH r-
"retten vermeyuen/ üod dadurch eme wahre und wcsendlichc Vermchtigung/ welche zu GOttes Ebre aernchet/ aos^M^aumen/ anders Stelle aber eine selbsi.gemachteVeruichttguog/ und m welcher sie uur ihren eigen«, Vortheil su^M
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