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Der Heiligen Schrifft, und zwar Alten Testaments, anderer Theil : nämlich die Bücher Josua, der Richter, Ruht; die beiden Bücher Samuels, der Königen und der Chroniken, die Bücher Esra, Nehemia und Ester
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Lap. vn.

11. Israel hat gesündiqet: so ha-den sie auch meinen Bund Übergängen/den ich ihnen geboten habe. Darzuhaben sie auch von dem Verbannetengenommen und auch gestohlen/ und esauch geläugnet c-vja auch unter ihrGe-

dathegelegt. (2) Apost.Gesch.f/i.rc.

12. Darum werden die Kinder Is-rael nicht vermögen zu stehen vor ihrenFeinden/ sie werden den Nacken müs-sen wenden vor ihren Feinden; dannsie sind zum Bann worden: Ich werdewrt nicht mit euch seyn / wo ihr nichtden Bann aus eurem Mittel vertilgenwerdet.

13. Stehe auf und heilige dasVolck/Und sprich: Heiliget euch auf morgen !Dann also sagt derHErr derGOtt Istrael: Es ist em Bann unter dir Israel!

v. n. bezeuget GOtt dabey/daß er o«r/dieweil fie et-von demjenigen so er gebotenza verbrennen und zu vernich-ten behalten hatte«/ dieseNiederlagezugelassen habe. Sievaben/ sagt er/ gerarrbee/ da ich es ihnen doch verkoken hat»Giehabenmeine Ehre verletzet; und den Diebstal mitei-Lügen zugeveffer/ bamasgethao/ qlsovmaunichtsgc-»Abet hatte.

Israel) ist nichtvhne schuld: ES, ^aegesänvigee) Die Sünde ist eincUrsach alles offeot.'Mrvuad ssrivLc-uoheyls/ auch bey denen die da meywen/ ße*«tteo nichts Übels gethan. Wir ftynd nie unschuldig dabey/v» es schon nicht offenbar ist/ wo es stecke.

. Wann uoS demnach etwas widriges begegnet/ so ist derWchskeWegdaßwirunserThun erforschen / uns in GOtteSAchtund vor sein Angesicht steilen und auch von ihm erforschenMn/ aufdaßdic Schuld von uns komme/ sein Gericht in^lebe vollendet werde/ ovd seine Gnade und Beystand sich nicht*°tziehe.

Aber daran wird am wenigste« gedacht/ und im KriegT^cht man vntcr einem Volck das fich des neuen Dunbcsrih.^t gar nichts draus/weno z 6 Mann bleiben. Das sind Dw-bie von ohngcfähr so kommen. Das Sckwerdr frißt ieyt?^sen/ letzt jenen; dcncktmao/wir auch David pliiiolnpllirtc/er am wenigsten ein gut Gewissen hatte. r.Sam.' > 1/ rf.

». Auch -auch) HiertsiulsomehrdenurineSchuid/und^Dtthatte Ursachgeoug an sie alle/ obgleich uureinVerbre-^nuin dem folgenden tj-ccillciret / «nd darüber iuljlüLrioa au-stellet wird.

v. 12. Die Rinder Israel) und alle die könnenK . Glicht stehen vor ihren Feinve-r) welche von ihrenfassten kos sind/ die in GOtt alleine zu findeu/aachdem sie sichurch hjx Eigenliebe beschmutzet/ und dyrch die Wiederaovch-«.L^Schrer Eigenheit. Und da fle fich desjenigen so GOtt ge-^^et angemasset haben/ so müssen sie solange unterliegen/ bisEigenheit zerstöret ist. Gsbee wird auch solange nichtL^bnen in ihren Kampffen seyn/ solaagefic oichtwerdrudir-^sach der Sünde ansgebannee haben.

^ Ich werde nicht mit euch fern / wo ihr nicht den^"vertilZen werdet) Wir müssen erst unsere grobe Sün-r" >asseu/ so wird uns Lhristns auch die heimlichen und subti-" »strritenhelffcn.

heiliger euch auf morgen) auf den Tag des- mchts/Atz fachet / ja wirckrt / rner Hcyl / allweil es noch^teheisset.

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Du wirst nicht vermögen zu stehen vordeinen Feinden / bis daß ihr den Bannaus eurem Mittel Hinwegthut.

t 4 - Und ihr sollt euch an dem Mor-gen herzumachen nach euren Stam-men : und es soll geschehen welchenStamm der HErr treffen wird/der sollsich herzumachen nach den Geschlech-ten : und das Geschlecht welches derHErr treffen wird das soll sich her-machen nach den Häusern: und dasHaus welches der HErr treffen wird/das soll sich herzumachen nach denMännern.

i;. Undessollgeschehen / welchergetroffen wird im Bann / der soll mitFcur verbrannt werden / er und alleswas er hat:,darum daß er den Hunddes HCrrn Übergängen / und daß er ei-ne Tohrheit in Israel begangen hat.

___ 16. Da

Wenn wiralso den HErr«fragen wollten/was dre Ursachsey« mögte/ daß wir eines guten Fortgangs/ in den Sache«,wider unlere innere Feinde insoyderhett/ ermangeln / wennGOtt unsereVornehmen und Unternehmungen wider dieses,beo nicht segnet; so würden wir nicht nöthig haben/ uns nacheiner Ursach ausser uns umzusehen/ sondern den Bann oder dasverfluchte Ding / welches der HErr nicht leiden will/zu su-chen haben in unserm Mittel und mieten in uns/ wie rSrigcnt-lich nach dem Hrbrailchcn hciffkt/ in unseren Hertzeo/ «nunsc-rrnGemüthern/in onl«reu Geistern/ in unseren Sedancken.Und ehe diß verflöchte Ding mitten aus dir weggenommen/ hastd« dir Ueberwindung dr incr Feinde nicht zu hoffen/ noch daß daerneuert werden mögest. Du vermagst

tticht fll stehen) Da scheu wir beo Grund alles UnskgcnsUvdZerrüttung lllgantzcll Ne-udlikell/und auch insbesondere/warum bey mancher Seele sv gar kein oder wenig Fortgang«Nd Durchbruch iy der Busse zur neuen Gebührt zu spuren ist.

Den Bann hinweg l) Ihr könnet oichtgenr sln noch ste-hen vor den Feinden eurcsHeyls / bis ihr in ernster Busse vvaeuch gethan habt/ was «nden Augen dcsHErruverstuchtundetuGraoclist!

v. i4. welchen Der ^Err treffen wirv) Hier fragtsich/ wie der HErr das thun wollte/ und durch was für eiaMittel er es aus Lichtgebrachthabe.

Die Juden sagen / es seye vermittelst besBrustschMeinSgeschehen/ worauf die Namen der 12 Stamme emgegrade»waren/ da der Stein/ den es betroffen/ vcrbunckelt worden seye.Aber das wäre ja nur bey den Gemssen selbst angegangen/ nichtaber bey den Geschlecheen/^äujern lilidMannern. Daher»

Am wahrscheinlichsten ist / daß es durchs Loos geschehen/Wie e.Sam. «4/4r. und bey Jona/Ion. 1/7.

Stamm - Geschlecke - ^aus - Männer) Man mrrckehier die Staffeln und Ordnung des Volcks. Das r. find dieSshneJacobs: daS-tebicEnffel; daSztediebrr.Enchel;das4<c die Ur.Ur.Enckek.

y. is. Soll ver mit Fenr verbrannt wexven/welcherDenBrrnS Des ^Errn Übergängen / und eineTohrh'eirbe-gangen hat ; sogenad uns GOtt/ und laß uns hier beyzeitendurch das Fenr gehen/ damit es nicht morgen geschehen mügcuachbieserIeit:

h »stein Bann unter vir Israel!) Welche Gemeine ist wol heutzutag/ von welcher man dieses nicht klagend undausrufen mag ? Wenn eine heimliche Kunde dc-n Bann über und unter unsdringrn kan / was will mau sagen/A m viel offenbare Sünden im Schwang gehen ? Soviel man aber dessen häget/ solltc es auch nur heimlicher Neid / Ass-M, ^ Falschheit und Verstellung/ unter einander seyn; soviel Bann und Fluch haget man überScel und Leib. Drumman «ach leyder so viel Uoruhc «nd Mißvergnügen. Da-sJnwcudigetstHcrtzcnlepd) woraus man doch krjcht kvm-Nr/wkUümaawdUt. > Dr v. 16,