184 einleitung. Jymbole. faden , feil, wagen.
Darf man aus einem gedichte Walthers fehließen, daßunter liebenden der feidenfadeu eine jetzt unbekanntebedeutnug hatte?
welch wip verleit ira einen vaden ?
gnot man itt guoter fiden wert, 44, 9.oder fagen die worte bloß; welche flau würde ihm, dasgeringlle vertagen, ein folcher mann ift des bettenwerth ?
G G« Seil*
Kircheugüter wurden mit dem glockenfeil übergeben;vettivit cum corda , unde fignum tangitur. Meichelb. 368(um 815)*, proinde tranfmilit Hitto epifcopus legalitermiffum fuum Rubonem archipresbytevum ad ipfum lo-cum Adalhareshufun, ut veftituram legaliter accepilfet,ibidetiKjue venieute Ruboue inprimis Piligrim per funi-culum ttgui eccletlae legitime Rubonem arcbipresbyte-rum vettivit. Meichelb, 510 (a. 827-) Andere belege beiDucange 3, 1531. — Ein feil um den hals trugen l'o-wohl folche die fich auf tod und leben ergaben, alsauch an gewilfen orten die freibauern zum Zeichen ge-ringerer knechtfchaft oder Hörigkeit, Haitaus 2140-42,
IIH, Wagen ,
Ein land mit dem wagen befahren iß Zeichen der befita-nahme. Hierher gehört die oben 1,88, angeführte fage vonHeinrich mit dem goldnen wagen ; einen merkwürdi-gen beleg liefert das clevifche alluvionsrecht zwilchenRhein, lffel und Wael, nämlich jeder eigenthümer vonalthubigem am fluß belegenem lande darf den im waßerlieh aufetzenden grund (aenfehot van fand u. lande) er-werben, infofern er ihn mit einem fchwer geladenenmißwagen langfam und feierlich befahren läßt, ichwill den hergang aus einer ungedruckten niederfchrei-bung vom j. 1541 mittheilen. So wie eenen waerd win-nen of befhairen will, die faß den beeren ofte amptmanwilligen, dair dat althoevige land nnder gelegen is, dathi dat fand ofte waird befhairen will und fall begerenden ambtman dairbi tho komen und up dat althoevigeland ein bank tho fpannen und dat gericht heegen, alsdit alfoe gefohiet is, fall hi gliekfals den ambtman bid-den, dat hi hem gunne, dat hi den werd of fand moigebefhairen nae flroemrecht ind waterrecht, dat fall hemdie ambtman gunnen, behcltliken linen gu. lieven bereu