346 ft and. knechte . Leibi. Unterwürfigkeit.
fehon frühe nicht alle hörigen an die fcholle gebunden,manche der milderen gattuug durften ihren Aufenthalt■wechteln und lieh einem andern herrn untergeben. *)Zumal gilt das von den fogenannten finnen leulen undvogtsleuteu. Die Helfanter wegzugsformcl ilt bereitsf. 99 angeführt worden. Die Nenniger lautet: auch fuein armer mann hinter utiferm ehrw. herrn gefeßeuwäre u. lieh nicht ernähren möchte und hinwegziehenwollte; fo unfer ehrw. h. demfelben armen mann be-gegnet u. der arme mann nicht forters kommen möchte,fo foll unfer e. h. aus einem fiegreif von dem fatteltretten u. in dem andern bleiben u. foll dem mann hel-fen. , daß er foitkommen möge, an end u. ort, da erlieh ernähren möge. Im ßingenheimer w. (a. 1441):item, da ein fraw oder man komme gefaren uf die fnl-dit'che mark u. iitze darin jar u. tag, ohne folge derlieni, die weife man den hern beiden, auch wolle die™felbige fraw oder derfelhe man Widder hinweg ziehen,otler wer in dem gericht fitze, dem foll man die fahlerufthun u. ziehen laßen, wo er hin wolle, doch da erichtes fchuldig were, das er dairdbige zuvor bezale.item, das er auch möge einen andern hern liefen alslang er außen ilt, da er aber widerutnh in die fuklifchemark zöge, fo wer er widderumb I leider hern als vor.Im Fifchhacher w.: kommt ein mann über das waßer,der nicht leibeigen ilt oder vom gatgen erkauft lindbleibt jalir u. tag in diefem bann, will aber hernachnicht mehr länger bleiben, fo foll er die herrn bezahlen,dann mag er wegzieben. bat er fo fchwer geladen, dalVer nicht fortkann und begegnet ihm der kallenvogt miteinem knecht, fo foll der kriecht ablleigen und dem ar-men forthelfen; reicht des kin'chts liilfe nicht zu, follder kalienvogt felbll ablleigen, mit einem fuß im fieig-hiigel bleiben, mit dem andern helfen und lägen: fahrliin, daß es dir fo wollt gehe, daß du zu fahren wiederkommlt! Breidenbacher w.: auch foll man einen armenman in diefem gericht laßen litzeii uf dem feinen, dieweil er lieh mag behalten unter einem badfchild; wener lieh darunter ni mein - behalten künde u. das fein ge-
*) oft mufie ein abzugsgeld entrichtet werden oder ein theil •der Ausheilung im leide Zurückbleiben: wen einer fiilvell afkeletvon hofe, feball er den dridden ftaken, de dridde gahr. im veldclaten u. Jiu redefte gut wegnemeu. Witzenmühlenrecht 5*.