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Deutsche Rechtsalterthümer / von Jacob Grimm
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576
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5 ,"6 eigen, fahrendes, heergeicate. gerade.

fcliaft dem überlebenden mann ein getvilfes voraus zu-i'tehen (Millennaier §.391)- Hiervon werden hernachin den geradeformein beifpiele Vorkommen, die für denvaler heittucli, tilchtuch und bandlncli ans der geradeVorbehalten. Einige frielil'che rechte, denen foult daseigentliche heergewäte fremd ill, fcheinen ein folchespi aecipuum zu gewahren: item wan einer der eilernmit den kindern verliirbet und die guter zu theilegehen, lebet dann der mann, fo gebühret ihm vorauslein brautbeit, fein liuhl mit den kiilfen, darauf tollerleinen bellen rock hängen und folhane kleider, damit erehrlich durchs taml gehen mag, dazu fein gewehr u.eine dwele, fo längt! den tifch recket, mit den kütfenfo bei dem til'che aut der bank liegen. Wurller landr.b. Pufend. app. l, 69» der überlebende mann zieht,bevor zur erbtheilung gefchritten wird, voraus: dosbrautbeite mit dem Zubehör, feinen liuhl mit dem kiif-fen, feinen beiten rock u. folche kleider, worin er liehanltändig kleiden kann, feinen bogen und einen langenJpieß u. eine feline, ferner ein tilchtuch, das den gan-zen til'cli bedeckt mit den kiiffen, die bei dem tifch aufder bank liegen, alles übrige geht zur theilutig. plattd.Umarbeitung des Alegabuchs (Wiarda p. 319 . 320.)

Die gerade (wiverade, frauenrade) begreift den weib-lichen fchmuck, ornamenta mnliebria, w T as lie in ihrerkille beleb ließt (lißenwaricl , killengeräthe. Haitaus 1091),in einer breni. urk. von 1206 muliebres reliquiae (hr.W'b. 3, 459-) Man unterfcheidet eine doppelte, diewelche nach des marines tod die witwe aus der ver-laßenfchaft erbt oder für 'lieh behält ( wiverade im en-gem film) und die welche nach der Jrauen tod vonder toehter und den weiteren fpillmagen geerbt wird( jungfrauengerade , ni/telgerade, mumerigerade. Haltaus 1730). bloß von letzterer redet die ältelte, der ge-rade meldung timende Helle: mater moriens dimiltat li-liae Jpolia colli, id eit murenas, nufeas, monilia, in-aures, veiles, annillas vel quidquid ornamenti propriividebalur habuilfe. lex Angl, et Werin. 6, 6. Späterhinwurde noch anderes geräthe und einige hausthiere zu-gefügt. Der Sfp. zählt folgende gegeullände 1 , 24 auf:nllet dat to der rade hört, dat lin alle fcap unde genfelinde kalien mit ujigehavenen leden (ciliae i'uperius gibboläe, in der lat. iiberf. columnalae), al garu, beeide,pole, külfene, lilakene, difchlakene, dvelen, badelakeue,