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Praktische Anweisung zur Baukunst schiffbarer Canäle, wie solche zu entwerfen, mit allen dabey vorkommenden Werken anzurichten, zu erbauen, und die Anschläge davon zu verfertigen sind : wobei besonders der französische Canal von Languedoc und dessen vorzügliche Werke als Muster so aufgestellt, wie sie der Herr de la Lande beschrieben / von Johann Ludewig Hogrewe ...
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,6 Erster Abschnitt.

menk von dem Boden genommen, und von den Nivellirpnnkten hin und wiederabgemcßen werde, nm wie viel die Wasserstäche niedriger als der Boden desFlnßes sey, damit hiernach sowohl das Prosit nach der Länge, als die nachder Breite, verzeichnet werden können. Wir wollen ferner voraussetzen, daß Fig.2. das aufgetragene Prostl nach der Länge, nnd Fig. Z. ein Mittelyrostl nachder Breite sey. . .

Ich enthalte mich hier Anweisung zu geben, wie die Verwesung und dasNivellement des Flnßes geschehen mäße um so mehr, da ich in der im Jahreigoo herausgegebenen prackischen Anweisung zmn Nivelliren 60. bis 6Z. auseinen solchen Fall schon zum voraus die Anwendung so ausführlich gemacht,das) ich mich hierauf mit Recht beziehen kann.

§- 6 .

Kleine.Flüßs., besonders in etwas gebirgichten Gegenden, haben ein zurasches Gefalle, und einen zu schlangenförmigen Lauf, wodurch ste zur Beschif-chnng untauglich werden. Nicht selten, stndek man, daß ste aus roo RuthenLänge g bis in Zoll Gefälle haben. D-ie Steeknitzfahrt hat in ihrer fetzigenBejrhaH'cnheit Zoll auf ,ioo Ruthen, und wenn ihre Krümmen durchstochenwürden, so kann man aus 7 Zoll rechnen. Wbnn, wie es doch fo wenig hierals bey den meisten kleinen Flüßen der Fall ist, ein stets hinreichender Waf-servorrath vorhanden wäre, so würden freylich die herunter gehenden Schiffeihre Reise sehr geschwind ablegen können, die herauf gehenden aber.desto mehrMühe, nnd wenn viele Menschen oder Pferde zum Herausziehen angesetzetwürden, sehr große Kosten haben, und doch nur langsam fort kommen. BeymMangel von hinreichenden Wasser, würde.aber der Verrath weit geschwinderabstießen, als die herunter gehende Schiffe folgen konnten, mithin in de-ren Nähe steh die Wasser tiefe bald verlieren, und ihr Fortkommen ganzbehindern.

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Hieraus folget nun, daß wenn man einen dergleichen Fluß schiffbar machenwill, man zuerst suchen.nmße sein Gefalle zu vermindern, und den Ablauf des