122 Sechster Abschnitt.
Die Länge des ganzen Canals iß zu 4o Meilen, jede zu Zioo Klaf-ter, angeschlagen; daß also die Fracht von i Centner 20 Stüber oder1 Livre beträgt, welches noch nicht der dritte Theil von dem iß, was esMit den langsamßen, unordentlichsten und wohlfeilsten Landfuhrwerken koste»würde.
Es ßnd ohngesehr 2§o numerirte Schisse, welche gewöhnlich den Canalbefahren. Sie sind 7L Fuß lang, ig bis 17 Fuß breit, gehen 5 Fuß kies NNWasser, und tragen bis ioc> Tonnen oder 2000 Centner.
Diese Schisse gehen von Agde, von einem Pferde oder Menschen gezogen,bis nach Toulouse in 6 oder 7 Tagen, indem ße täglich 6 Meilen machen,des Nachts aber stille liegen.
Täglich geht von Agde ein Poßschiss in 4 Tagen nach Toulouse. Mnttübernachtet zu Somail, Trebes und zu Caßelnaudary, und bezahlt für diePerson 6 Livres. V 2 aö aber bey dieser sehr angenehmen und bequemen Fahrtfür die Reisende beschwerlich, iß, daß bey den mehrfachen Schleusen und über-haupt 25 mal die Barke verändert wird, die Personen ausßeigen und von einerSchleuse zur andern zu Fuße gehn müssen. Aber um dieses Hinderniß zuheben, ßnd bereits leichte Fuhren für diejenigen bcßellk, welche diese Wegenicht zu Fuße machen wollen.
91.
Ich will hier noch die Nachricht hinzusetzen, welche der Herr de la Landevon denen seit 1750 gemachten Veränderungen und Verbesserungen gegeben;weil ße sehr belehrend ßnd.
17Z0 schätzte man die gemachten Verbesserungen aus 788,000 Livres: aberseitdem hak man noch weit beträchtlichere vorgenommen. Die User des Ca-nals waren steil, die Pferde mußten stets auf beschwerlichen und glatten Zieh-psaden auf und abgehn, und deswegen 2 Pferde vor jedes Kanfmannssch'^spannen. Jetzt hat Man den Erdufern des Canals eine dttrchgehends gleichennd ßachere Abdachung gegeben; den Ziehpfad ausgebessert, ihn zu eirrerägleichen Niveau über dem Wasserspiegel erhoben, allenthalben gleich breit