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Handbuch der Oryktognosie : zum Gebrauche bei seinen Vorlesungen und zum Selbstunterricht : mit besonderer Berücksichtigung der oryktognostischen Verhältnisse des Grossherzugthums Baden / entworfen von Fr. August Walchner
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25
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Form iler Mineralien.

c5

Von der Verbindung der Krystalle untereinander.

§• 55 .

Die einzelnen Krystalle der Mineralien verbindensicli wieder untereinander. Entstellt durcli dieVerbindung von zwei oder mehreren, gleichartigen,kryslallisirtenMineralindividuen, eine regelmässigeGestalt , so lässt sich angeben , in welcher Ebenedie Verbindung geschehen , und welche Lage dieIndividuen gegen einander haben. Eine solcheVerbindung heisst eine regelmässige. Wird hin-gegen durch die Verbindung der Mineralindividuenkeine regelmässige Gestalt hervorgebracht, so heisstdie\ erbindung eine unregelmässige. KrystallisirteMineralien , die auf diese W r eise miteinander ver-bunden sind, nennt man zusammengewachsen.

§• 56 ..

Zwei gleichartige krystallisirte Mineralien, diein einer Gestalt regelmässig miteinander verbundensind, heisst man einen Zwillingskrystall. Wieder-holt sich die \ erbindung in einem dritten odervierten Individuum , so werden die dadurch ge-bildeten regelmässigenGestalten 1'rillings-, Vierlings-Krystalle genannt. Das Wesentliche des Zwillings-krystalls bestellt darin , dass er eine regelmässigeVerbindung zweier gleichartigen Individuen ist,und dass die Tlieile der Individuen eine ent-gegengesetzte Lage haben. Die Flächen, in welchensich die Individuen berühren, stehen mit der Kry-stallreilie derselben in Verbindung. Sie sind ent-weder Flächen einer in die Krystallreilie gehörendenGestalt, oder sie sind gegen eine dieser Flächen,oder gegen eine Kante, in bestimmter Lage. Manbestimmt die Lage, in welcher sich die beiden In-dividuen gegen einander befinden, nachdem mansie zuvor in parallele Stellung gebracht hat, durchdie Umdrehung des einen Individuums, nach einer