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Handbuch der Oryktognosie : zum Gebrauche bei seinen Vorlesungen und zum Selbstunterricht : mit besonderer Berücksichtigung der oryktognostischen Verhältnisse des Grossherzugthums Baden / entworfen von Fr. August Walchner
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59
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gegen das Lieht. 59

Sehr schwach und oft gar nicht, leuchten Amethyst,Opal, Lasurstein, Sapphyr, Smaragd, Turmalin,Topas und viele andere. Kein gediegenes Metallleuchtet durch Bestrahlung-. Der Säure beraubteKalkmineralien leuchten nicht mehr. Auch Glühenhn Focus des Brennspiegels, zerstört die Phosphor-eszenz durch Bestrahlung in -vielen Fällen. DieDauer des Leuchtens und die Farbe des Lichts,ist nach der Beschaffenheit der Mineralien sehrA'crschieden. Der Chloroplian soll, nach Grotthus,zehn Tage leuchten. Die meisten Mineralien zeigenheim Leuchten durch Insolation ein weisscs Licht.Demant zeigt ein gelhrothes, Chloroplian ein grü-nes. Das Leuchten findet Statt bei so gutwie bei + 2 5 °.

2) Bei der Erwärmung. Beinahe alle Körper ,welche durch Insolation leuchten , leuchten auchbei der Eru ärmung. Den ersten Platz nehmen auchhier wieder die Demante ein , und zwar leuchtenhei der Erwärmung auch jene Demante, die durchInsolation nicht leuchten, und überhaupt eine grosseAnzahl von Mineralien , wie Flussspath , Schwerspath, kohlensaurer Kalk, Strontianit, Apatit, Bergkrystall , Tremolith , Cyanit, Lasurstein, Augit ,Ilothgültigerz , Petalit, Sodaliih, Datolith , gemeinerQuarz , Amethyst , Anatas , glasiger Strahlstein ,Asbest, Anlndrit, Bitterspath , Tafelspath , Phos-phorit u. a. Beim Chloroplian reicht schon dieMänne der Hand hin, das Leuchten hervorzubrin-gen. Beim gewöhnlichen Flussspath muss die Er-wärmung (33 bis 1 oo° C. betragen, beim Demant 100bis aoo , beim Kalkspath 200 bis 325 ° , bei denQuarzen 2ao bis 3 5 ° C. Der Zustand der Aggre-gation hat keinen Einfluss und eben so wenig dieUnterlage. Die Farbe des Lichts ist mannigfaltiger,als bei der Phosphoreszenz durch Bestrahlung. Alanbemerkt weisse , gelbe , grüne , blaue , röihlichcFarben , und dasselbe Mineral zeigt oft mehrereFarben in den verschiedenen Zeiten der Erwiir-