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Handbuch der Oryktognosie : zum Gebrauche bei seinen Vorlesungen und zum Selbstunterricht : mit besonderer Berücksichtigung der oryktognostischen Verhältnisse des Grossherzugthums Baden / entworfen von Fr. August Walchner
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60
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Cohäsion der Mineralien.

mung. Ausgeglülite oder ausgebrannte Mineralien,Bimsstein , Laven , leuchten nicht bei der Er-wärmung. Durch Ilothglühen verlieren viele dieFülligkeit zu leuchten ; sie erhalten sie aber wie-der , wenn man elektrische Schläge durch sie leitet.

3j Bei Anwendung mechanischer Gewalt , heimReihen oder Stoss. Es leuchten hierbei der Dolo-mit , Quarz , zumal Milchquarz , Anhydrit , Arra-gonit, Strontianit, Flussspath, der Phosphorit vonEstremadura, Schwerspath , Steinmark, die Zink-blende von Scharfenberg , alle sogenannten Edel-steine. Die Dauer des Lichtes ist meistens nuraugenblicklich; di<c Farbe weiss, gelb, rotli, blau,je nach der Natur des Minerals. Die Stärke desLichtes ist um so grösser , je mehr es zuvor er-wärmt wurde. Bis zum Rothgliihen erhitzte Mine-ralien leuchten nicht mehr.

4 - Von der Cohäsion der Mineralien.

§• 70 ..

Die meisten Mineralien zeigen die Cohäsion imhöchsten Maasse, sind fest. Einige wenige sindjlässig. Die festen Mineralien sind spröde , odermilde , oder geschmeidig , oder biegsam , oderelastisch.

1 ) >Spröde heisst ein Mineral, wenn hei dem Ver-suche , kleine Theile mit einem Messer von demselbenloszutrennen, dieselben ihren Zusammenhang ver-lieren, mit Geräusch abspringen und als ein feinesPulver umherfliegen. Die Theile eines spröden Mine-rals sind ohne Verlust ihres Zusammenhangs nichtverschiebbar. Alle harten Mineralien , wie die so-genannten Edelsteine, viele Erze, Kiese u. s. w., sindspröde.