Gedicgen-Silbcr. j'17
Strich glänzend.
Dehnbar und geschmeidig.
Bruch hachig.
Jläuiig in zahnigen, draht-, haar- und baum-förmigen Gestalten, gestrickt, in Blättchen, Ble-chen, auch derb und eingesprengt, in stumpf eckigenStucken und Körnern.
Metallisches Silber , mit Spuren von Arsenik,Kupier und Antimon. Ag.
Zusammensetzungtl. Gediegen-Silbers ,v. Julianngcorgenstadt;nach John.
Silber.
Antimon.
Kupfer umlArsenik.
Summe,
w
t
Spuren.
IOO
Verhält Sich vor dem Löfhrohr wie Silber. Löstsich leicht in Salpetersäure. Die Auflösung gibtmit Salzsäure einen Niederschlag von Hornsilber.
Das Gediegen - Silber kommt vorzüglich auf Gängen imUrgebirge vor, die im Gneis und Granit aufsetzen,dann im Thonschiefer und in der Grauwacke des Ueber-gangsgebirges. Von den vielen , dasselbe begleitendenMineralien, sind besonders Kalhspath , Quarz, Flussspath,Sckwerspath , Braunspath , Schwefelkies, Bleiglanz, undmehrere Mineralien der Familie des Silbers und des Kupfersbemerkenswerth. -In bedeutender Menge hat cs sich nurin wenigen Ländern gefunden, wie in Sachsen zu Schnee-berg , Freiberg und Johanngeorgenstadt; in Böhmen zuPrzibrajn, Joachimstlial und Balieborziz; in Norwegen zuKongsberg; in Siberien im Sclilangenberg und in Peru undMexico *). Am Schwarzwalde ist es zu Reinerzau auf derGrube Herzog Friedrich, auf der Sophie und dem St. Wenzelim Kinzigthale eingebrochen, und auf der Grube Münster-grund bei St. Trudpert. Im Fürstenhau der Grube Teu-felsgrund im Münsterthal kommt es Irin und wieder indralitfürmigen Gestalten vor. ln Frankreich ist es zuAllemont und Marhirch, in Ungarn zu Schemnitz , in Sie-benbürgen zu Kapnik und Felsöbanya , am Harze zu
*) Zu Johanngeorgenstadt soll früher einmal eine Masse Gediegen-Silker von beiläufig 100 Zentner , zu Kongsberg sollen Massen vonmehreren 100 Mark, vorgekonuuen sejn. ln America sollen im iStenJahrhundert Massen von 200 — 800 Pfund eingebrochen scyn.