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Die Fahrt der "Wega" über Alpen und Jura : am 3. Oktober 1898 / Alb. Heim, Jul. Maurer, Ed. Spelterini
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I.

Erste Veranlassung und Vorbereitungzur wissenschaftlichen Ballonfahrt über die Alpen

von

Dr. Alb. Heim, Prof.

Meine Fachgenossen werden mit Recht fragen: Wie kommtdenn ein Geologe dazu, sich mit Luftschifferei zu befassen? Ichwill kurz erzählen, wie das geschehen ist.

Als Knabe hat mich die Freude an den Bergen zum Berg-zeichnen geführt. Im Alter von zehn bis zwölf Jahren machte ichnach eigenen Ideen mein erstes Relief der Tödigruppe in ge-branntem Thon, und bald darauf erschien mein erstes, selbst litho-graphiertes Panorama (vom Zürichberg ) im Buchhandel. Nunfieng ich aber mehr und mehr an zu fühlen, dass man die Bergeerst verstehen muss, um sie in Zeichnung oder Modellierung richtigdarzustellen. So kam ich zur Geologie. Eines Tages besuchtemich ein alter Herr; er hatte gehört, dass ich Gebirgsreliefs ge-macht habe, er möchte sie gerne sehen. Es war Arnold Escher von der Lintli. Yon da an durfte ich ihn auf seinen geologischenExcursionen mit den Studenten begleiten. Nachdem ich meinesMeisters Nachfolger geworden war, entwickelte sich allmählicheine Art Reliefschule, die eine Reform ins Reliefwesen brachte,indem sie das Relief von einer rohen mechanischen Übersetzungder Karte ins Körperliche zu einer Darstellung hob, die mehrbietet als die Karte, zu einer Darstellung auf Grundlage von Natur-beobachtung und Naturverständnis. Die Frage, wie die Farbenbei einem natürlich zu malenden Relief gehalten werden sollen,

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