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Die Fahrt der "Wega" über Alpen und Jura : am 3. Oktober 1898 / Alb. Heim, Jul. Maurer, Ed. Spelterini
Entstehung
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der Nordseite der Alpen etwas besser lauten würden als gestern.Vor 8 Uhr wurde wieder mit Hülfe des vortrefflichen Telegraphen-und Telephonbureau die Befragung von Pilatus , Säntis, Luzern ,Bern eröffnet.Lückenhaftes Nebelmeer, Berneralpen hell be-richteten Säntis und Pilatus,neblig aber wahrscheinlich aufhellendLuzern und Bern . Jetzt war der Entscheid getroffen. Dr. Bieder-mann lief in freudiger Ungeduld zum Zeughaus, bald donnertedie Kanone und alles rüstete sich in froher Zuversicht. Mitdiesem Momente war jede Unruhe des Herzens verschwunden undes kam kein Zweifel und kein banger Augenblick mehr über uns.

B. Die Abfahrt.

Im Einverständnis mit Spelterini übernahm Herr Sourcoufdie Leitung der letzten Operationen zur Befreiung des Ballons,während Spelterini sich mehr um die Ordnung der Gondel be-mühte. Der schneidige französische Ingenieur führte seine Auf-gabe mit bewunderungswürdiger Präzision aus. Er bat die Zu-schauer um Stillschweigen, damit sein Kommando überall genauverstanden werde. Fortan herrschte feierliche Stille und Aufmerk-samkeit unter der tausendköpfigen Menge.

Die zwölf Seile, welche den Ballon am Äquator festhielten,wurden, auf Leitern stehend, gelöst, die Fahnen am Ballonnetzbefestigt, der Instrumentenkorb mit Dreieckseil durch Bollen ansNetz aufgehängt. Die ca. 400 Sandsäcke ringsum wurden nun mitgrösster Kegelmässigkeit jeweilen wieder um eine Masche oder umeine Seilgabelung tiefer gehängt, wodurch der Ballon gleichmässigstieg. Jetzt wurde die fertig gerüstete, mit angehängten Sand-säcken umgebene, mit Anker, Guideropeseil, Instrumenten, Sauerstoff-bomben, Mänteln, Proviant etc. etc. montierte Gondel auf niedrigemWagen unter den Ballon gestossen und der King an den Netzseilenund an den Korbseilen befestigt (Fig. 2). Bald häuften sich dieSandsäcke in den Netzseilgabelungen nahe dem King (Fig. 3). AmRing werden vier Seile befestigt und vier Gruppen von Männern ineinigen Metern Entfernung halten an diesen Seilen fest. Die Sand-