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mitgeführt, welche Druckreduktionsventile besassen und gestattetenden verdichteten Sauerstoff unter niedriger Pression bis zu 2 At-mosphären ausströmen zu lassen. Diese Versuchsanordnung hatsich auch für den kontinuierlichen Betrieb des gewöhnlichen Ass-mann’schen Aspirationsthermometers (mit Laufwerk-Aspirator) aufverschiedenen Fahrten des Münchener Luftschifffahrtsvereins, nacliden Erfahrungen des Herrn Direktor Erk, vorzüglich bewährt, dadie Aspiration sehr gleichmässig wird, was bei der Ventilationdurch Uhrwerksbetrieb nie so vollständig erreicht werden kann.
Zur Ermittlung der Luftfeuchtigkeit wurde an Stelle desVentilationspsychrometers, das namentlich bei tieferen Temperaturendem Beobachter gewisse Schwierigkeiten bereitet, die Angaben desHaarhygrometers verwendet, das in zwei Exemplaren — einem vonHerrn Direktor Dr. Wild freundlichst überlassenen Richard’schenHaarhygrographen und einem Kontrollhygrometer von Usteri-Reinacher — für die Hochfahrt der „Wega“ zur Verfügung stand.Thermograph und Hygrograph waren auf Querstäben in einem ge-räumigen, oben und unten völlig offenen, mit weissem Tuch aus-geschlagenen Weidenkorb plaziert, der ausserhalb der Gondelmittels einer Zugvorrichtung bequem und nach Belieben hochge-zogen werden konnte.
Von den beiden mitgeführten registrierenden Aneroidbaro-metern war das eine Instrument von Herrn Th. Usteri-Reinacher,dem Chef der renommierten vormaligen Goldschmid’scheu Präzisions-werkstätte, speziell für unsere „Wega“-Fahrt neu konstruiert undzur Verfügung gestellt worden; was die Ausführung im einzelnenund die Leistungsfähigkeit im besondern anbetrifft, zeigte es sichdem andern, als Reserve benutzten Richard’schen Modell entschiedenüberlegen, nur machte sich anfangs bei der Erreichung grössererHöhen eine etwas merkliche Retardation der Uhr fühlbar, die aberdurch genaue Zeitmarken leicht berücksichtigt und unschädlichgemacht werden konnte.
Der neue Usteri’sche Ballonbarograph registriert (bei seclis-oder zwölfstündigem Trommelumgang) auf einem Diagramm von