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über die Berner -, Urner - und Glarneralpen nach dem Rheinthalegelangen, und selbst im ungünstigen Falle, bei Ost- bis Südost-wind in der Höhe, konnte noch ein Teil der südwestlichen Schweizer-alpenkette und das Plateau bis zum Jura überflogen werden. InSitten durfte man überdies am ehesten die für eine Auffahrt un-entbehrlichen Hilfsmittel, Wasser, Gas, Arbeitskräfte u. s. w. zurVerfügung gestellt erhalten.
Leider brachten es verschiedene Umstände mit sich, dass mitder Füllung der „Wega“ erst am Schlüsse des Monats, den26. September, begonnen werden konnte, die jedoch statt dreiTagen, wie man gehofft hatte, eine ganze Woche in Anspruchnahm. Auf diese Weise ging kostbare Zeit verloren; der Ballon,der schon an und für sich später, als man geglaubt hatte, inSitten zur Füllung eingetroffen war, konnte einzelne zum Teilwundervolle Witterungssituationen mit günstigem oberem Südwest-wind, überhaupt die herrlichen Septembertage letzten Jahres, diefast ohne Unterbrechung bis zum 27. des genannten Monats ange-dauert hatten, nicht mehr ausnutzen. Noch während der Füllungtrat in der Nacht vom 27./28. September ein durchgreifenderWitterungsumschlag ein. Am Samstag, den 1. Oktober, war die„Wega“ fahrbereit, so dass man im Notfälle am nächsten Morgen,Sonntag den 2. Oktober, die Auffahrt ausführen konnte.
Von Seiten der internationalen aeronautischen Kommission,— die dem Unternehmen die weitgehendste, unermüdliche Unter-stützung zu Teil werden liess — waren unterdess alle Vorbe-reitungen getroffen worden, auf dass am Tage des schweizerischenAufstieges von möglichst vielen Punkten Europas gleichzeitigeBallonfahrten stattfinden konnten. Das internationale Unternehmenwar dieses Mal — so bemerkte dessen hochverdienter Leiter undFörderer, Professor Dr. Hergesell — mit besonderen Schwierig-keiten verknüpft, da der Tag und die Stunde der Abfahrt nicht wiebei den früheren Unternehmungen vorher genau bestimmt war,sondern die letztem bei den internationalen Auffahrten sich nachder Ausführung des schweizerischen Unternehmens richten musste,