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stücke warclen in reinem Portland-Cement-Mörtel stumpf zu-sammengestofsen, jedoch noch zur gröfseren Dichtheit überdiesen Falzfugen an den Stöfsen Deckrippen z von 7 — 8 ZollBreite und 1^ — 3 Zoll Stärke, von Dachziegeln und Cementgefertigt. Die Lager-Falzfugen sind mit reinem Portland-Ce-ment-Mörtel gedichtet. Der Kanal wurde auf einem Fun-dament von Klinkersteinen und Cement-Mörtel gebettet.
Der laufende Fufs Kanal nach dem Quer-Profile Fig. 14Bl. 11, mit 1* Zoll tiefen Falzfugen und mit Deckrippen überden Stofsfugen, nach Fig. 16 Bl. 11, wurde incl. Transport undVerlegen, nach dem erforderlichen Gefälle, mit 3 Thlr. 20 Sgr.bezahlt.
Krümmungen in der Kanalrichtung, sowie in den Ab-zweigungen, sind nach nebenstehender Figur 38, an Ort und
Stelle, auf Rüstung undScliaalung von Klinkerstei-nen und Cement, in denWandungen 10 Zoll stark,hergestellt worden.
Bei der vorerwähntenKanalleitung ist auch dasProfil nach Fig. 11 131.11 zuAbzweigungen in Anwen-dung gekommen.
Der laufende Fufs Ka-nal, nach diesem Quer-Pro-fil, mit Muffen über den La-ger- und Stofsfugen, nachFig. 17 u. 18 Bl. 11, wurdeincl. Transport und Verlegen mit 2 Thlr. 25 Sgr. bezahlt.
Eine Kanalleitung von Cement-Beton, von gröfserem Pro-file als die vorigen, wurde vom Humboldts-Hafen unter demDamm der verlängerten Invaliden - Strafse bei Berlin, imHerbste 1857 durch den Maurermeister Herrn Lehmann invortrefflicher Weise ausgeführt, und hat sich bis gegenwärtig,ungeachtet der vielfachen Erschütterungen der Strafse und derVerbindungs-Eisenbahn, durch schwere Lastwagen, sehr guterhalten.
Die Länge dieser Kanalleitung beträgt 193/, Fufs, mit einemGefälle pro Ruthe von rund 1 Zoll. Die Sohle des Kanalsliegt unter der Krone des Strafsendammes etwa 12 Fufs.
Fig. 5 Bl. 12 stellt das Quer-Profil und Fig. 6 die Seiten-Ansicht dieses Kanals dar.
Die Form zur Darstellung des untern Theils eines Ka-nalstücks zeigt Fig. 3 Bl. 12 im Quer-Profil, und Fig. 4 imLängen-Profil. Die Bogenform c, in der Länge des darzu-stellenden Kanalstücks von 4 Fufs, ist aus f Zoll starken be-hobelten Lattstücken gefertigt, die dicht nebeneinander auf3 Bogen-Scheiben b, von ebenfalls § Zoll starken Brettern be-festigt wurden. An den End-Bogen-Scheiben wurden dieBrettstücke d d, welche als Schablone zum Formen des unternKanalstücks dienten, befestigt. Seitlich erhielten diese beidenSchablonen eine Brettbekleidung e , welche des leichtern Be-seitigens wegen nur verloren angenagelt war.
Die so gefertigte Form wurde auf einer Brettunterlage maufgestellt, und zwischen dieser und den 3 Bogen-Scheiben b,mit den darauf befestigten Lattstücken c, Keile a untergelegt.
In die Form wurde nun der Cement-Beton bis zur Ober-kante derselben mit Spaten eingeschüttet und jede Lage mä-fsig festgestampft und oberhalb glatt gestrichen. Vor demEinschütten des Betons ist jedoch die Form anzunässen unddie innern Wandungen zur Vermeidung des Anhaftens desMörtels, mit einer Mischung von schwarzer Seife und Oel zubestreichen.
Je nach der Temperatur der Luft und Beschaffenheit desCementes, wurden nach etwa 12 — 20 Stunden der Vollendung
die Keile a gelöst, die sich niedersenkenden Bogenscheiben bdann behutsam herausgezogen, die^ Schablonen-Bretter d mitder Seiten-Brettbekleidung entfernt und die ganze Form zurweitern Benutzung gereinigt und wieder aufgestellt.
Zur Förderung der Arbeit sind mehrere derartige Formennöthig.
Das gefertigte Kanalstück bedeckte man mit einigen Bret-tern, um dasselbe gegen Sonnenhitze und starke Regengüssezu schützen; dasselbe blieb bis zum Erhärten des Mörtelsauf den Brett-Unterlagen m stehen, und wurde nach Wegnahmeder Form in den äufsern Flächen geglättet.
Nach etwa 8 —10 Tagen wendet man das Kanalstück zumbessern Erhärten um. Kleine Mängel an den innern Wandun-gen werden mit reinem Cementmörtel ausgebessert.
Die Form zur Darstellung des oberen Theils eines Kanalstücks zeigt Fig. 1 Bl. 12 im Quer-, und Fig. 2 im Längen-Profile, und ist diese wie die Darstellung des Formstücks imWesentlichen gleich der vorbeschriebenen.
Zur Bildung des Falzes dienen zwei schmale behobelteBrettstücke y Fig. 1.
Zur Herstellung eines bestmöglichen Betons wurden mehr-fache Versuche mit verschiedenen Cementen und Mischungs-Verhältnissen gemacht.
Zur Darstellung einiger Kanalstücke wandte man zuvoreinen Beton von 1 Theil Medina-Cement und 4 Theilen ge-waschenem groben Kies in der Gröfse von Bohnen und Ha-selnüssen , sowie einen Beton von 1 Theil Medina - Cement,1 Theil Sand und 4 Theilen Kies an.
Diese Betonmasse gewährte jedoch nur geringe Festig-keit, war nach 8 —10 Tagen des Erhärtens noch bröcklich,und die daraus hergestellten Kanalstücke zu dem beabsichtig-ten Zwecke nicht zu gebrauchen.
Diese geringe Festigkeit der Massentheile hat ihren Grundin den ausschliefslich verwendeten Kiesstücken mit glatten,runden Flächen, an welchen der Cement sich nicht anhaftenkann. Geschlagene Steinstücke mit ihren rauhen, kantigenFlächen sind hierzu weit brauchbarer, und den kleineren odergröfseren Steinen mit glatten und runden Flächen durchausvorzuziehen.
Geschlagene Granitstücke sind zum Beton ganz vorzüg-lich geeignet; die Masse erhärtet zwar etwas langsamer, alsdie mit Ziegelstücken, die das Wasser im Mörtel rascheranziehen, geben jedoch bei gutem Portland - Cemente undrichtigem Mischungsverhältnisse, eine aufserordentlich festeMasse.
Mehrfache anderweitige Versuche mit Beton vonMedina-und Portland-Cement und Zusatz von Sand, Kies und ge-schlagenen Steinstücken, mit welchem verschiedene kleineQuadern, auch in Gröfse gewöhnlicher Ziegelsteine, dargestelltwurden, ergaben für die Ausführung das beste Mischungsver-hältnifs, 1 Theil Stettiner Portland-Cement, 1 Theil scharfenSand, 1 fheil Kies' in der Gröfse von Erbsen, Bohnen undHaselnüssen und 2 Theile geschlagene Steinstücke von Kalk-,Granit- und Ziegelsteinen, in Gröfse von Wallnüssen, Sand,Kies und Steinstücke wurden vorher durch Waschen von al-len erdigen Theilen und Schmutz befreit.
Zur Bildung der Kanalstücke wurde dann diese Beton-mischung durchweg eingehalten.
Diese Mischung hat sich auch bei Anwendung des Me-dina-Cements gleich gut bewährt. Betonmasse hiervon inFormen gestampft und dann sofort in’s Wasser gelegt, zer-bröckelte nicht und erhielt nach und nach eine bedeutendeHärte. Mehrere Oberstücke des Kanals sind versuchsweiseauch von dieser Betonmasse gefertigt und verwendet, die sichdurch gröfse Festigkeit und Dichtheit, und nach dem Ver-setzen durch eine auffällige Trockenheit auszeichnen, während
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