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Neue und gründliche Anweisung, wie nach einer universalen Methode grosse Sonnen-Uhren ... so wohl aus einem arithmetischen Fundament auf verschiedene Arth accurat zu beschreiben, als auch gantz geometrisch, nach der sphaerischen Geometrie richtig zu verzeichnen ... / Johann Gabriel Doppelmayr ...
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109
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_ grosse Sonnen^Uhren accurat zubefchreiben. 109

auf die Seiten der Nachmittag « Stunden in der Grösse von 90. Graden / so wirddec Stand der duhstyiar-Linie auch seine Richtigkeit haben. Nachdeme suchet manmit Beyhülffe deSl.l^um. in der viil. Aufgab die Distanz der ^quinoöial-Linievon dem Uhrcemro, stellet diese aus! der 3 caia .die mit dem Kadio a^uinoLtiaii bein gleicher Grösse ist / aus C in L. und ziehet durch 8 in einem geraden Winckel die^Equinoctial »ginie GB H. Letztens setzet man vorbesagte rangenten aus ebender 8ca!a von der toterseLlion bey 6 aufbeede Seiten hinaus und verfertiget gar dieUhr/wie das vorhergehende zurGnügeweiset.

vn. Nach der zweyten Methode, jft der eigentliche Stand sowohl der Mit-tag «als Subltyiar- Linie auch wieder das erste/ den man auf den Flächen von derglei'Abstand zuförderst und zwar/wie nach dem vorhergehenden Humero, zu derer mi-ren hat / alsdann wird die /Bquinoöttai- Linie vermöge des n. Num, in der viu»Aufgab durch die Mittag « Linie der Flachen gehörig gezogen / und die letzte Reyheder folgenden Tangenten aus einer 8cala, die mit dem aufrechten Zeiger D Bin gleicherGrösse ist / von der toteriedhon bey b an/ daraus geftellet / da man endlich durchsolchePunctenauSLdie Stunden-Linien ziehen / und die Uhr/wie bckandt/ garausmachen muß.

L<;umoLiiai - viltanzen und Tangenten vor eine Uhr/ die zu Nürnberg vonMitternacht gegen Abend um *8. Gr. 43. Min. abgehet/und von dem Xenith I

um 4s. Gr. 34. Min- reclimret. ^

Stunden.

iv. Vormit.VIU.Nachm.

1

2

V I iivii ! 5 1

VI

VLSubstyl-

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2

VII

3 T

2

iEquinoctial - Distan-

0 /

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zen von der Substylar-Linie.

30- 0

22.30

lf. 07. 3 bj

0. 0-

7.30

Is. 0

22.30

Tangenten nach derI. Methode*

S 77 4

4 t 4-2

267.^131.7.

0. o-

131.7

267.9

414.2

Tangenten nach derII, Methode.

888. 4

637-5

41a z 202 6j

v. 0,

202.6

412.3

63 7-5

Vormittag.

1

2

vm

r

2

IX

I

2'

X

X

XI

1

XII

Nachmittag.

IV

III

II

I

XII

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V /

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i2. 30

30. 0I37.30

45- 0

52 30

60. 0

67.30

75. 0

82. 30

90.0

.1

577.4767.3

10000

I30Z 2

I7?2.1

2414.2

3732.1

7595. 8 Infin,

637- 5

888-4!

H8O.7

IsZ8.7!2T0s.2

266s.2

37147

5722.6

11687.6'Intin.

vui. Bey den Uhren / dern Flachen zwischen dem^emtk und bemeldter toter-(ection ihre Stellung haben/ muß man gleichfalls dieKeduNion zu einem verti-ern Stand zuvor nach dem m. und 1 v. Nummer IX.Aufgab des vorhergehendenTheils vor die Hand nehmen/alsdann aber jene als neuedeciinirende vertrat Uhren/oder daraus als reäucirte Horizontal Uhren considertre« : Wir wollen fetzen / esfeye zu Nürnberg eine Uhr« Fläche gegeben / die um 35. Grad 8. Minuten von Mit»ternacht gegen Morgen declmiret / von dem Zemth aber um 22.Grad/ 38. Mimrecliniret / diese ist nach besagten Numeris eine/die in der Batitudine von24.Gr»45. Min. unter dem Nürnbergischett Meridiano vertical ist / und zugleich um Z2»Gr. 35. Min. von Mitternacht gegen Morgen abgehet / aus welcher Determina-tion sich alsdann die Erhöhung des schrägen Zeigers über der Substylar- Linie nachdes vorhergehenden Theils xn* Ausgab / und zwar in dem 3. Satz des ni. Num.49 - Gr. 55. Min.die PiKcrentia Bongitud'nis aber mit Zuziehung des I. Satzes indem in.dtumero der folgenden XlV.Aufgab 56. Gr. 46.Min.großMoracnwärts/und demnach zugleich der parallele Horizont ergiebet. Bey solcher Piftcrehj fin«bet man auch nach der V. Aufgab die Zeit/ wann der Schatten des Zeigers aufdieLubliylar-Linie accurat trifft /die im gegenwärtigen Exempel um iibUhr 47 'Mi-nuten Nachmittag sich zeiget/von. dieser Zeit an hat man nun die ^cpnoctial. Pi-lenzen samt denen Tangenten / wie selbige nach der ersten Reyhen der Tangenten ist

O ) der