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Neue und gründliche Anweisung, wie nach einer universalen Methode grosse Sonnen-Uhren ... so wohl aus einem arithmetischen Fundament auf verschiedene Arth accurat zu beschreiben, als auch gantz geometrisch, nach der sphaerischen Geometrie richtig zu verzeichnen ... / Johann Gabriel Doppelmayr ...
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178
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178 Gründliche Anweisung nach emeruniverialen Methode

hinabwärtS / und ziehet durch R mit N S eine perpendicuiare Linie T R V , soaccurat als es möglich ist / alsdann sitzet man die Tangenten der Compiementenvon den obbemeldten L^uinoLtiai-Oistanren aus einer neuen 8ca!a, die so groß/als die Weite P R ist/ siye/ von R gegen T und V, wie es sich gehöret/ zichet auSdiesen erst gefundenen Puncten jederzeit mit den Weilen bis in den Polum bey Phie CirckelBögen / und misset auf der Haupt» Circumserenz die Bögen/ die ent-weder zwischen der Mittag oder der Lubstyiar-Linie und zwischen denen inter-sectionm stehen / nach dem u. Num, der ib Aufgab des ersten Theils bey lauterChordis, so wird man die verlangte SmndemWinckel / entweder von der Mittag»Linie oder von der Substylari Linea an / zu dem folgenden Gebrauch überkommen.Endlich ziehet man auf der Uhrflächen nach einer mit dem Spatio der Flachen pro-portiomrten 8cala einen Circkel / und durch das Centrum eine horizontale AZB,stellet auf diese den Winckel der Mittag-Linie mit eben der horizontalen / alsB Z M \jon 77. Grad 55. Minuten bey einer ehorda von ß m m , und beschreibbet von öd auf Z die Mittag Linie/ alsdann stellet man auf diese den Winckel zwi-schen beeden Mittag-. Linien wieder bey einer Chorda auf die circumserenz vonM auf die Seiten der Nachmittag Stunden in 8, ziehet aus 8 durch z fcieSubüy-lar-Linie 8 N , und setzet die zuvor gefundene Stunden § Winckel nach den chor-dis gehörig darauf / so werden die Puncten die gesuchte Stunden- Linien / die ausdem centro durch jene gezogen werden / richtig zeigen. Man kan auch diese Uhr/weil hier die Stunden »Linien gar enge zusammen fallen / nach der in dem erstenTheil / und zwar in des cilfften Capitels vn. Numero gezeigten Methode, nachwelchen die Linien dieser Uhr weiter auseinander stehen / so man die Stunden Win*ckel auf einer aparren Flächen vorhero / wie oben gelehret worden/ determimrct/nebst der rechten Zeiger »Höhe beschreiben..

iv. In die dritte ciasle gegenwärtiger Uhren gehören nach dem ersten Theildiejenige/dern Flächen zwischen den Polum und den Horizont fallen / von solchendiene uns eine mittägige Fläche / die zu Nürnberg um 42. Grad 54. Minuten vonMittag gegen Morgen abweichet / und von dem Zenuh um 58. Grad 26. Minu-ten abgehet / zum Exempel: Bey dieser ist unserer universalen Methode gemäsder horizontale Stand nach dem V. Nurn. der xii. und nach dem in. Num. derxiii. Aufgab in der mitternächtigen Latitudine von 23. Grad 28. Minuten / undin der Differcntia Longitudinis von 22. Grad 52. Minu cn gegen Morgen / inwelchem sich dann / vermöge der letzten Aufgab / die Mittag»Zeit/ zu Nürnberg umX. Uhr 28;. Min. Vormfltag ergiebet / von welchen Zeit Puncten man bjc^Equi-nodtial- Distanzen nebst ihren Complementis , wie auch von jenen die Chordasvon diesen aber die Tangenten / wie schon bekandt ist / suchet/ und in eine Tabellbringet. Darauf ziehet man wieder auf einer aparten Flächen mit dem RadiovonT- xvii I00a oder 10000. Theilen einen Circkel / und durch dessen Centrum eine Hori-Flfr * zontai - Linie azb, stellet auf solche aus z nach Anleitung der XVI. Aufgab denWinckel zwischen der Mittag» und Lubstyiar-Linie von 51. Grad 38. Minuten all-hier auf die Seiten der Declination, nemlich den Winckel MZß, von Bin M hin-aufwärts / und beschreibet die Mittag »Linie z m , auf diese setzet man ferner denWinckel / den solche nach dem in. Num. der XV. Aufgab mit der Substylari aus-macht/ als 9. Grad 32. Minuten bey einer chorda gegen die Seiten der Vormit-tag Stunden von öd m 8, ziehet aus 8 durch z die Subslylar-gime 8 N ,und mitdieser winckelrecht Wzo, determiniert alsdann nach der obigen Polus Höhe aufder Substylari die Weiten z?, zr, die Linie TR V, auf Dieser aber nach dem Ra-dio p R die zuvor gefundene Tangenten von den Compiementi3 der i£cjuino£tiai-Distanzen / wie in dem vorhergehenden Num. angewiesen worden / so wird mandie Centra zu den Circkeln der gantzen und halben Stunden haben / und dann dieverlangte Stunden * Winckel / wie bekandt / aussinden. Endlich ziehet man auf dieUhrfläche/ so groß einen Circkel / so weit es der Platz zulässet / durch Z die hori-zontale azb, stellet den obbemeldten Winckel m Z B von ß in M, auf M z aberden andern sZKi und beschreibet von 8 durch z die Lubstyiar-Linie SN, sitzet als-dann die Stunden Winckel ebenfalls bey lauter Chorde auf bie Circumserenz»wie gebräuchlich / und bringet dann die Uhr gar zum Stand.