Buch 
Neue und gründliche Anweisung, wie nach einer universalen Methode grosse Sonnen-Uhren ... so wohl aus einem arithmetischen Fundament auf verschiedene Arth accurat zu beschreiben, als auch gantz geometrisch, nach der sphaerischen Geometrie richtig zu verzeichnen ... / Johann Gabriel Doppelmayr ...
Entstehung
Seite
199
JPEG-Download
 

grosse Söhnen- Uhren accurat zu beschreiben._ 199

dem Zenith an bkkandt ist/ wie bey den rcciimrenden/ und stellet jene Grosse vonbemeldten Fuß / so die Flache in dem Merkiiano accurat stehet / auf die Mittag«Linie/ wofern ste aber davon abweichet / auf die 8ubst/iar-Linie Hinaufwatts / jhwird der verlangte Punct richtig dargestellet seyn.

I V. Bey denen vertiealen Flachen ist zu mercken/ daß / weil die Linie/ die ausdem Zenith durch die Spitze des Zeigers in das Nadir gehet / mit solchen Flächenparallel lauffet/ gar kein Zenirh-Punct darauf clererminiret werden könne / alsda auch die Azimutha nach der Theorie des vorhergehenden Capitels einen pa-rallelen Stand gegeneinander haben.

as dritte Lapitel.

§)m /Equatorem , beede Tropicos undParallelos, oder die Circulos Declinationum , welchedie Sonne entweder nur zu Anfang eines jeden Zeichens/oder auch darzwischen/ das Zahr über nach der Apparenzdurchwandert / so wohl nach Arithmetischer alsQeometrischer Arth auf allen umstächen -

richtig zu verzeichnen. 1

i.

Mcr den Astronomischen Vorstellungen/ die man den Uh-ren gar nützlich beyfüget/ mag man gar wohl diejenige von den?a-raiieüs des /Equatoris am ersten darlegen/indeme unter solchen dieTropici die eigentliche Termini sind / innerhalb welchen nur allemder Schatten von des aufrechten Zeigers Spitzen/ auf die Linien

_besagter Vorstellungen fallen kan. Diese Paraiieli werden auf den

Uyrflächen nach der Theorie des ersten Capitels in lauter krummen Linien vonver-schicdencr Gattung dargestellet/ die man nicht leichter / als durch viele Puncten oderDurchschnitte/ wo selbige Linien durch die Stunden-Linien gehen/ stetermimret/da man die Distanzen dieser Puncten entweder von dem Fuß des aufrechten Zei-gers/ oder von der /Equinodial. Linie/ wo die Stunden Linien solche durchschnei-den/ aussindet/ und dann durch die gefundene Puncten mit einer geübten und stattnHand die verlangte Linien ziehet. Erftbemeldte beederleye Distanzen werden ent-weder Arithmetisch oder Geometrisch so wohl auf den Uhrflachen / die mit derWelt«Axi parallel lausten / nemlich auf denen polaren / abweichenden polaren/Morgen und Abend » Flachen / als auf den übrigen Flächen / welche besagte Axin inungleichen Winckeln durchschneiden / hingegen diejenige von der ersten Gattung aufden Uhrflachen / durch die die Welt - Axe winckelrecht gehet / als auf denen /Equi-noctiaicH nur allein / weil auf solchen keine /EquinoÄial- Linie seyn kan / vorstel-lig gemacht / gleichwie solches aus den nachfolgenden gar leicht zu ersehen seyn

wird. .

11. Auf den /EquinoÄiai- Uhren werden die verlangte parallel; / die nachdem vn. Num. des ersten Capitels lauter Circkel sind / bey veterminirung ihrerKastiorum solcher Gestalt Arirhmetice ausgefunden / da man vor diese also denSchluß macht: Gleichwie sich der Tangen » der nach der r. Aufgab vor den ?a-ralieium gefundenen Declination verhält gegen der Zeiger» Höhe von 1200. oder10000. Theilen / so verhält sich der Tangens (^omplementi von der vorigen De-clination , gegen der Linie des verlangten Radii von dem Circkel / der den Earaiie-*um vorstellet / oder man kan nur die Tangenten von den Lomplementis der ge-fundenen Declinationen / weil solche nach dem l. Num. der V. Aufgab auf derglei-chen Uhrflächen so viel als die Complemcnta der Sonnen» Höhen sind / nach wel-chen die obbesagte erste Distanzen von dem Fuß des aufrechten Zeigers dctermim^

m