Die Aegypter. Arithmetisches.
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ein Hinauf- oder Herunterrücken, nur bei Vertikalreihen eine Ver-rückung nach Rechts oder nach Links diese Wirkung üben, und dieseauf der Hand liegende Nothwendigkeit lehrt uns der erwähnten Aeusse-rung Herodot’s den Beweis entnehmen, dass die Griechen wiedie Aegypter sich Rechenbretter mit senkrechten Reihenhedi e nten. Wie wir die Werthfolge dieser senkrechten Reihen uns zudenken haben, ob in dem AussprucheHerodots auch darüber nicht misszu-verstehende Andeutungen enthalten sind oder nicht, das ist eine Fragehöchst untergeordneter Bedeutung gegenüber von der gegen den Rechnersenkrechten Gestalt der Reihen, die von geschichtlich grosser Trag-weite sich erweisen wird. Es ist klar, dass bei einem eigentlichenRechenbrette auf dekadischer Grundlage in jeder Reihe höchstens 9Steinchen Platz finden können, da deren 10 durch 1 Steinchen in derfolgenden Reihe ersetzt werden mussten. Darnach ist wohl nicht ganzmit Recht zur festeren Begründung des Thatsache, dass die Aegyptereines Rechenbrettes sich bedienten, auf eine alte Zeichnung Bezuggenommen worden. Auf einem bekannten Papyrus hat sich eineRechnung aus der Zeit des Königs Menephtah I.' 1 ) erhalten, bei welcherdie nachfolgende Figur abgebildet ist. 2 ) Der erste Anblick scheint
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ja dafür zu sprechen, dass ein Rechenbrett mit seinen Steinchen dar-gestellt werden sollte, wenn nicht der Umstand, dass wiederholt 10Pünktchen in einer Vertikalreihe (ebenso wie auch in einer Horizontal-reihe)’ auftreten, die bedenklichsten Zweifel wachrufen müsste. Ab-bildungen von Rechnern finden sich unter den fast unzähligen ägyp-tischen Wandgemälden unseres Wissens nicht. Man stösst wieder-holt auf Leute, die sich mit dem Moraspiele beschäftigen 3 ) und
') Er gehörte der XIX. Dynastie au und regierte Lepsius zufolge 1341—1321.! ) Die Figur stammt von der Rückseite des Papyrus SallierlV. Aufsätze überden begleitenden Text von Goodwin (Zeitschrift für ägyptische Sprache undAlterthumskunde, Jahrgang 1867 S. 57 flgg.) und von De Rougd (ebenda Jahr-gang 1868 S. 129 flgg.) enthalten kein Wort iiher die Figur. 3 ) Wilkinson,Manners and customs of the ancient Eyyptians. London , 1837. Yol. I pag. 44tg. 3 und Vol. II pag. 417 fig. 292.