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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
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Die Babylonier.

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solchen 1 ), und wenn uns schon die Neigung bemerkenswerth erscheintVorbedeutungen aus Allem zu entnehmen, was in irgendwie wechseln-den Verbindungen auftritt, so müssen wir andererseits auch die vor-kommenden Figuren prüfen, dereu Kenntniss die Babylonier somitsicherlich besassen, eine Kenntniss, die als Anfang der Geometriegelten darf, so wie wir bei den Aegvptern (S. 58) zu ähnlichemZwecke alte Wandzeichnungen durchmusterten. In jener Vorbedeu-tungsgeometrie sind insbesondere folgende Figuren hervorzuheben.

Ein Paar Parallellinien (Figur 10), welche als-

doppelte Linien benannt werden; ein Quadrat(Figur 11); eine Figur mit ein-springendem Winkel (Figur 12);eine nicht ganz vollständig vor-handene Figur, welche derüeber-setzer zu drei einander um-schliessenden Dreiecken (Figur 13)

zu ergänzen vorschlägt. 2 ) Ob auch ein rechtwink-liges Dreieck vorkommt, ist nicht mit ganzer Sicher-heit zu erkennen, aber wahrscheinlich. Von Interesseist im verbindenden Texte das sumerische Wort tim,welches Linie, ursprünglich aber Seil bedeutete, so dasses nicht zu den Unmöglichkeiten gehört, es habe eine Art vonSeilspaimung, vielleicht freilich nur ein Messen mittels des Seiles,wofür Vermuthungsgründe uns sogleich bekannt werden sollen, auchin Babylon stattgefunden. Von hoher Wichtigkeit ist ferner ein injenem Texte benutztes, aus drei sich symmetrisch durchkreuzendenLinien bestehendes Zeichen %, welches der Herausgeber durch „Winkel-grad u übersetzt hat. Diese Uebersetzung ist gerechtfertigt durchanderweitiges Vorkommen und gestattet selbst weitgehende Folge-rungen.

Im britischen Museum befindet sich ein als K 162 bezeichnetesBruchstück, welches einem babylonischen Astrolabium oder Aehn-lichem angehört hat und welches in 4 Fächern mit Inschriften inKeilschrift bedeckt ist. Die Bedeutung dieser Inschriften kann nichtanders lauten 3 ) als dass in zwei Monaten, deren Name angegeben ist,der Ort von vier Sternen, zwei Sterne in dem einen, zwei in dem ,anderen Monate, aufgezeichnet ist, und diese Oerter heissen 140 Grad,70 Grad, 120 Grad, 60 Grad nach Sayce’s Uebersetzung. Der Gradist auch hier in allen vier Fällen durch das Zeichen der drei

Fig. 13.

Fig. 10.

') Babylonian augury by means of geometrical fi gares by A. II. Sayce inden Transactions of the society ob biblical archacology IV, 302 — 314. s ) Privat-nüttheilung von H. Sayce ebenso wie die nachfolgende Bemerkung über dasrechtwinklige Dreieck. ■’) Privatmittheilung von H. Sayce.