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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
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Die Griechen. Zahlzeichen. Fingerrechnen. ltechenbrett.

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Gesängen des Homer ihre Ordnungszahlen. Diese Methode so wenigwie die zweite Methode, welche wir dahin kurz erklären können, dassden einzelnen Buchstaben unter einander verschiedene aber in dernatürlichen Zahlenreihe nicht immer unmittelbar sondern sprungweiseauf einander folgende Wertlie beigelegt werden, gehört den Griechenallein an. Wir müssen ihr Spuren auch anderwärts verfolgen und zudiesem Zwecke einschaltend von phönikischer, syrischer, hebräischerZahlenbezeichnung reden. 1

Das eigentliche Handelsvolk der alten Welt waren die Phünikier,vielleicht die Fencliu ägyptischer Inschriften. Sie durchfurchten alskühne Seefahrer und Seeräuber von ihren dicht an der Küste ge-gründeten Städten aus das Mittelmeer , welches ihnen Verkehrsstrasseund Jagdgebiet war, überall Beziehungen unterhaltend, für welcheZahlenbekanntschaft unentbehrlich war. Dieselben Phönikier werdenals Erfinder der eigentlichen reinen Buchstabenschrift gerühmt. Siegingen mit dieser Erfindung weit hinaus über die Silben darstellendenZeichen der Keilschrift wie auch über die Hieroglyphen, unter welcheneine Einheit der Bedeutung nicht herrschte, da unter ihnen wirklicheBuchstaben mit Silbenzeichen, mit Wortzeichen, ja mit solchen Zeichenwechselten, die selbst gar nicht ausgesprochen wurden, sondern alssogenannte Determinative die Aussprache anderer daneben geschrie-bener Zeichen regelten. Die phönikischen Buchstaben, 22 an derZahl, sind aus hieratischen Zeichen der Aegypter, also ursprünglichaus Hieroglyphenbildern entstanden. In dieser Annahme sind alleSachkundige einig, höchstens dass Einer den Durchgang durch liiera-•tisehe Zeichen in Abrede stellend die phönikischen Buchstaben un-mittelbar aus Hieroglyphen ableiteu möchte. War nun diese Be-schränkung auf einfachste Lautelemente in so geringer Anzahl schonein ganz gewaltiger Schritt, so war es eine zweite wissenschaftlicheThat, wie man wohl • sagen darf, den Buchstaben eine bestimmteReihenfolge zu geben, aus ihnen ein Alphabet zu bilden. Die Aegypterscheinen allerdings auch hierin ein Vorbild gewesen zu sein.') Mariettehat versucht aus Inschriftsanfängen eine Reihenfolge ägyptischerBuchstaben herzustellen, aber wenn seinem Versuche mehr als blosseVermuthung zu Grunde liegt, so war diese ägyptische Anordnungsicherlich eine andere als die der Phönikier und derjenigen Völker, diemit ihnen ein Alphabet besassen. Phönikisclie Buchstaben in derspäteren Ordnung scheinen bereits auf Thontafeln aus der Bibliothekdes Assurbanipal in Ninive vorzukommen. Bei den Hebräern istdie Ordnung für die Zeiten, in welchen verschiedene Psalmen 2 ) ge-

') Für das Folgende vergl. insbesondere F. Lenormant, Essai sur la pro-pagation de l’alphabet phenicien. Paris , 1872. I, 101 flgg. *) Psalm 111, 112119, auch die Klagelieder des Jeremias fangen in aufeinander folgenden Versenmit den aufeinander folgenden Buchstaben des Alphabet an.