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dessen wissenschaftliches Bild wir zu gewinnen trachten, erheblich.Wenn auch nicht bis zu den letzten eigentlichen Pythagoriiern, derenThiitigkeit auf 366 angesetzt wird ‘), so doch bis vor Platon, etwabis zum Jahre 400 erstreckt sich unserer Meinung nach die mathe-matische Thiitigkeit des Pythagoriiismus als solchen. Von seinenmeistens namenlosen, mitunter an bestimmte Persönlichkeiten geknüpftenLeistungen wissen wir aus verschiedenen theilweise späten, uns jedochin den Dingen, für welche wir sie gebrauchen wollen, als zuverlässiggeltenden Quellen.
Als solche Quelle betrachten wir vor allen Dingen den „Timäus “überschriebenen Dialog des Platon . Timäus von Lokri war einechter Pythagoräer, Platon dessen Schüler. Soll man nun annehmen,Platon habe diesem seinem Lehrer wissenschaftliche Aeusserunsrenin den Mund gelegt, die er nicht ganz ähnlich von ihm gehört hatte,er habe ihm insbesondere Mathematisches untergeschoben? Wirkönnen einem solchen Gedanken uns nicht hingeben, können es umso weniger, als Platons eigene Abhängigkeit von den Pythagoriiernin vielen Dingen durch einen so unverdächtigen Zeugen wie Aristo-teles bestätigt wird. Die Philosophie Platons, sagt er 2 ), kam nachder pythagoreischen, in Vielem ihr folgend, Anderes eigeuthümlich be-sitzend. Eine zweite wichtige Quelle liefert uns ein Werk des Tlieonvon Smyrna. 3 ) Dieser Schriftsteller lebte zwar erst um 130 n. Ohr. ,also iu einer Zeit, wo die Mythenbildung, die Pythagorassage, wieman einigermassen schroff sich ausgedrückt hat, in dem Leben desPythagoras von Apollonius von Tyana , in den unglaublichenDingen jenseits Thule von Antonius Diogenes , schon romanhafteGestalt gewonnen hatte. Aber für die Dinge, für welche wir Theongebrauchen wollen, war in einem Kornau blutwenig zu schöpfen.Man lese doch das Leben des Pythagoras von Porphyrius, dasähnliche theilweise daran sich anlehnende Buch von Jamblichus,man lese was Diogenes Laertius von dem Leben des Pythagoras aufgespeichert hat, und mau wird zwar unterhaltende Geschichtchengenug finden, Mathematisches aber nur in so weit als Laien mitmathematischen Wörtern um sich zu werfen im Stande sind, es seidenn, dass ältere Fachleute wie der Musiker Aristoxenus , derRechenmeister Apollodorus als Gewährsmänner auftreten, zu welchenals Fachmann Jamblichus selbst hinzutritt, der uns in dieser Gestaltim 23. Kapitel begegnen wird. Was also Theon von Smyrna alspythagoräische mathematische Lehren hervorhebt, das muss aus ganzanderen nicht mythischen Schriften geschöpft sein, von welchen
’) Zeller I, 288, Note 5. 2 ) Aristoteles Metaphys. I, 6. 3 ) Theonis
Smyrnaei philosophi Platonici expositio rerum mathematicarum ad iegendumPlatonem utilium. Edid. Ed. Ifilier. Leipzig , 1878.
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