Mathematiker ausserhalb der pythagoreischen Schule.
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richte lassen ihn sein Leben sogar auf 100, auf mehr als 100, auf10!) Jahre bringen.') Vereinigen wir seine Geburtsangabe als mutli-masslich glaubwürdigste mit dieser Lebensdauer, so wird der Irrthumkeinesfalls sehr gross sein, wenn man sein Leben etwa von 460 bis370 ansetzt, den Mittelpunkt seiner Thätigkeit in die Jahre 420 bis400 verlegt. Demokritus gehörte, wie aus der Diodorstelle hervorgeht,zu den Fremden, deren Namen in den Matrikellisten der ägyptischenPriester aufgeführt wurden. Nach einem weiteren Berichte des Diodorverweilte er fünf Jahre in Aegypten , 2 ) und wenn in einem beiClemens von Alexandria erhaltenen Bruchstücke des Demokrit selbstvon 80jäbrigein Aufenthalte die Ilede ist, 3 ) so dürfte die Erklärungstichhaltig sein, hier habe einfach eine Verwechslung der älterenZahlbezeichnung II = 5 mit der jüngeren n — 80 stattgefunden.Auch Vorderasien und Persien bereiste Demokrit , wie allgemein be-richtet und geglaubt wird. 4 ) Wir glauben diesen Umstand betonenzu sollen, da er je nach den persönlichen Ansichten des Einen oderdes Anderen entweder dazu führen kann ähnlichen Reisen, welchePythagoras etwa 100 Jahre früher unternommen haben soll, einengewissen Wahrscheinlichkeitshalt zu gewähren, oder eine Erklärunguns darbietet, auf welche Weise ungefähr durch andere Reisendeschon im V. S. vorchristlicher Zeitrechnung babylonische Lehren indas fast vollendete Gebäude pythagoräischer Schulweisheit Eingangtindeu konnten.
In Erinnerung an seinen ägyptischen Aufenthalt gebrauchteDemokrit das stolze Wort „Im Construiren von Linien nach Maass-gabe der aus den Voraussetzungen zu ziehenden Schlüsse hat michKeiner je übertroffen, selbst nicht die sogenannten Harpedonaptender Aegypter“, dessen wir (S. 55) gedachten, als von jenen Seil-spaunern die Rede war. Auch Cicero rühmt Demokrit als gelehrten,in der Geometrie vollkommenen Mann. 5 6 ) Mathematische Schriften desDemokrit nennt uns Diogenes Laertius , *) doch ist es leider nichtmöglich aus diesen Büchertiteln mehr als nur allgemeinste Kenntnissihres Inhalts, und das nicht immer, zu gewinnen. Ueber Geometrie;Zahlen, das sind Titel allgemeinster Art. Was mag aber der Titelntpl diacpoQfjg yväjiovog ij 5 tegl tyavßiog xvxAov xal ßgxxtQrjg (wört-lich: über den Unterschied des Gnomon oder Uber die Berührung desKreises und der Kugel) bedeuten? was jr sqI ccAoyav ypafificov xall’uarävß' (zwei Bücher von irrationalen Linien und den dichten Dingen)? 7 )
') Vergl. Zeller I, 686. 2 ) Diodor I, 98. 3 ) Clemens Alexandr. Stro-
mata I, 304A. 4 ) Zeller I, 688. 5 ) Cicero , De finibus bonorum et malorum I,
6, 20. Diogenes Laertius IX, 47. 7 ) Dass yyafi,aal äXoyai nicht Asymptoten
bedeuten kann, wie in einer sonst brauchbaren Programmabhandlung gesagtist, versteht sich von selbst.
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