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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
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Die Akademie. Aristoteles .

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Scheidung der Mechanik zu entscheiden. So viel dürfte indessen zubehaupten sein, dass die Mechanik im aristotelischen Geiste verfasstist, dass ein innerer Widerspruch gegen andere Schriften des grossenGelehrten nicht nachgewiesen ist. Behaupten darf man auch, dassdie Möglichkeit einer aristotelischen Mechanik ebensowenig geleugnetwerden kann als die geistige Bedeutsamkeit der unter diesem Titelauf uns gekommenen Schrift.

Eine Mechanik konnte Aristoteles schreiben. Es war zu seinerZeit schon eine solche von Archytas von Tarent vorhanden(S.203),der sich bei dieser seiner methodischen Behandlung der Mechanikgeometrischer Grundsätze bediente. 1 ) Es waren auch von der elea-tischen Schule aus gegen die ganze Bewegungslehre Angriffe er-folgt (S. 170), die es nicht unwahrscheinlich machen, dass Aristoteles ,der seine allgemeinen Abweisungen jener Zenonischen Lehren ineiner besonderen Schrift über untheilbare Linien weitläufiger ausführte,ergänzend auf positive Weise zeigen wollte, wie die als möglich undals wirklich behauptete Bewegung vor sich gehe.

Die sogenannte Mechanik des Aristoteles würde, sagen wir,seines Namens nicht unwürdig sein. Ein Schriftsteller des XV111. S.hat zwar darüber so ziemlich das entgegengesetzte Urtheil gefällt 2 ),dürfte jedoch damit vermuthlich allein stehen. Ein Werk, in welchemdie Zusammensetzung rechtwinklig zu einander wirkender Kräfte ge-lehrt ist, in welchem ausdrücklich die an dem Hebel anzubringendensich im Gleichgewicht haltenden Lasten den Längen der Hebelarmeumgekehrt proportional gefunden werden 3 ), in welchem als Grund da-für der grössere Kreisbogen genannt ist, durch welchen die vom Stütz-punkte des Hebels weiter entfernte Last sich bewegen muss: einsolches Werk ist wahrlich keines antiken Schriftstellers unwürdig,mögen auch einige Fragenin demselben nicht richtigbeantwortet sein.

Zu diesen nicht rich-tig beantworteten Fragengehört eine, welche schonüberhaupt gestellt zuhaben einen feinen mathe-matischen Geist verräth.

Es seien (Figur 40) zweiconcentrische Kreise eßt]und d y g. Rollt der

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Fig. 40.

') Diogenes Laertius VIII, 83. J ) Montucla, llistoirc des mathe-matiques (II. edition) I, 187. 3 ) Quaest. mcclmn. cap. IV, pag. 29. Burja hat1. c. diese Stelle missverstanden, wie van Cappello in seinen AnmerkungenS. 183 mit Itecht bemerkte.