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Erster Band. Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1200 n. Chr.
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Heron von Alexandria .

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aber stimmt die Erfindung trigonometrischer Betrachtungen etwa150 v. Chr. mit der Nothweudigkeit überein, zu welcher wir weiteroben aus auderen Gründen gelangt waren, dem Anaphorikos desHypsikles kein späteres Datum als das von 180 beilegen zu dürfen.Von Hipparclfs Verdiensten um Einführung der geographischenLänge und Breite 1 ) reden wir im nächsten Kapitel.

Wir sind einem Hipparch „der zu den Arithmetiken! gehörte“ be-gegnet J3. 220), von welchem combi nato rische Berechnungen unsmitgetheilt wurden. Wir haben keinen Grund in diesem Schriftsteller, dernach Chrysippus (282—209) lebte, einen anderen als den Astronomen zuvermutheu. Wir glauben ebenso auch an die Richtigkeit arabischerAngaben, denen zufolge Hipparch als Schriftsteller über quadrati-sche Gleichungen aufgetreten wäre.' 2 ) Eine Sehnentafel setzt zuihrer Berechnung arithmetische wie algebraische Gewandtheit gerade-zu voraus.

Wir haben dieses Kapitel mit Kennung der Gebiete begonnen,auf welchen wir die Thätigkeit der Schriftsteller im Jahrhundertevon 200 bis 100 ungefähr entfaltet sehen würden. Unsere Darstellungist mit unserer Ankündigung in Einklang geblieben. Nikomedes,Diokles, Perseus waren für uns die Männer, welche der Curvenlehresich widmeten. Zenodorus widmete den planimetrischen Lehren vomGrössten und Kleinsten seine Kräfte. Hypsikles vervollkommnete dieStereometrie und führte durch das, was wir aus der Arithmetik vonihm wissen, den Beweis, dass auch dieser Tlieil der Mathematik in demJahrhunderte, welches auf das des Euklid folgte, nicht vernachlässigtwurde, llipparch bestätigte uns in dieser letzten Ueberzeugung, derrechnende Astronom, welcher den naturgemässen Uehergang zu demrechnenden Feldmesser bildet, der nunmehr uusere Aufmerksamkeitauf sich zieht.

Kapitel XVIII.

Heron von Alexandria .

Um das Jahr 100 v. Chr. etwa blühte Heron von Alexandria . 3 )Die Heimath dieses Mathematikers und Physikers geht aus der Ueber-schrift mehrerer seiner uns erhaltenen Abhandlungen hervor, wird

0 Wolf, Geschichte der Astronomie S. 153. 2 ). Vergl. L’algebre d’Omar

Allhayyämi (ed. Woepcke) Paris , 1851, Pr (face XI und Journal AsiatiqueSerie 5, T. V, pag. 251—253. 3 ) Ueber Heron vergl. Venturi, Commentari

sopra la storia e Ic teorie deU’ottica, tomo I. Bologna , 1814. Th. H. Martin,Mecherches sur la vie et les ouvrages d’Jlcron d’Alexandrie etc. im IV. Baude derMemoires presentes par divers savants ä l’academie des itiscriptions et helleslettres: Serie I. Sujets divers d’erudition. Paris , 1854. Cantor, Die römischen