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spannt es in 6 an, so wird bei 6 ein rechter Winkel entstellen und %gefunden sein und damit zugleich die Richtung a £ d y. Das ge-schichtlich Bedeutsame bei diesem Verfahren besteht darin, dass derrechte Winkel durch Anspannung eines Seiles gewonnen wird, -welchesmit zwei durch Striche oder Knoten bezeichnten Stellen an zweil’Höcken im Boden befestigt wurde. Das ist ja nichts anderes alsdie ägyptische Seilspannung (S. 55—56) bei der Grundstein-legung der Tempel, ein Verfahren, welches, -wie wir wissen, vielleichtschon zur Zeit des Königs Amenemhat I. um das Jahr 2300 nichtwesentlich anders geübt worden war als 237 bei der Gründung desTempels von Edfu . Damit gewinnt aber auch die Vermuthung einigenHalt: im Jahre 237 werde man etwa so verfahren sein, wie im Jahre100, und das letztere uns genau bekannte Verfahren sei mit einigenAbänderungen, wie wir früher auszusprechen wagten, in ältester Zeitbereits zur Erlangung rechter Winkel benutzt worden. Natürlichkönnen die damals angenommenen Zahlen für die gegenseitigen Ent-fernungen der 3 Knoten hier, wo es sich um Herstellung eines einembestimmten rechtwinkligen Dreiecke ähnlichen Dreiecks handelt, nichtzur Bestätigung kommen. Noch eine Veränderung ergab sich, wiewir finden, im Laufe der Jahrhunderte. Demokritus nannte die Seil-spanner Harpedonapteil, das Seil selbst also Ilarpedon mit einemWorte, dessen Klang schon den ägyptischen Ursprung verräth. Zullerons Zeit führte das aus Binsen geflochtene Seil den griechischenNamen Schoinion und wurde, -wie Heron in der Geometrie sagt, 1 )abwechselnd mit dem Rohre, Kalamos, zu Messungen benutzt. Wirbemerken hiezu beiläufig, dass xccla^iog und das dem OyoivCov nahe^*^^
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verwandte a%olvog neben derallgemeinen Bedeutung Mess-stab und Messschnur auch diebesonderer und zwar untereinander vers chiedener Maasebesitzen.
Wir haben noch bei einemParagraphen der Schrift überdie Dioptra zu verweilen, beidemjenigen, der, wie wir schonsagten, den Beweis für die so-genannteheronische Drei-ecksformel liefert.*) DasDreieck aß y erweist sich(Figur 59) bei Einbeschreibung
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.Fig. 59.
') Heron (ed. Hultsch) 43. 2 ) Vergl. Hultsch, Der herouische Lelirsazt
über die Fläche des Dreiecks in der Zeitschr. Math Phys IX, 225—249.