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Kapitel XXI.
leide ausgewählt haben, sich deutlich bemerkbar zu machen. In derEinleitung zum 12. Kapitel haben wir (S. 222) die alexandrinischeLiteraturperiode ihrem allgemeinen Charakter nach kurz umrissen.Wir haben als untere Grenze derselben die Einverleibung Alexandrias in das römische Reich bezeichnet in der Mitte des ersten vorchrist-lichen Jahrhunderts. Ueber diese Grenze hat uns das hier ab-schliessende Kapitel hinübergeführt und noch über eine andere vonweltgeschichtlich grösster Bedeutung. Geminus 77 v. Chr., Ptolemäus150 nach Chr. bilden Anfang und Schluss unseres Kapitels. Müssenw T ir erst sagen, was zwischen beiden Jahreszahlen liegt? Und dennochwar die Entstehung des Christenthüms für die Geschichte unsererWissenschaft ein zunächst fast nebensächliches Ereigniss, weit gering-fügiger in seinen unmittelbaren Einwirkungen als jene Machtver-schiebung, die wir schon andeuteten. Rom kommt in den feld-messerischen Beispielen des Ileron, in den astronomischen Beobach-tungen des Geminus vor. Auch Menelaus beobachtete in Rom. Ptole-mäus entnahm seine Datirungen den Regierungsjahren römischerKaiser. Daran erkennen wir äusserlicli, dass neue staatliche Com-binationen innerhalb des Lebens grade der Männer sich gebildet haben,welche wir in diesem Kapitel friedlich nach einander betrachteten.Solche weltgeschichtliche Thatsachen dürfen auch in der historischenDarstellung einer Wissenschaft nicht mit Schweigen übergangen werden.Die Entwicklung der Wissenschaft knüpft sich an die Träger derWissenschaft, die Träger der Wissenschaft gehören als Menschenihrer Zeit an. Deutlicher oder in verwischteren Spuren wird die Zeitauch in der Wissenschaft zu erkennen sein. Ueberblieken wir darumin raschestem Fluge die allgemeinen Verhältnisse. Wir gelangendamit zugleich zu denjenigen mathematischen Dingen, deren Er-örterung uns der Zeit nach etwas zurückgreifend nunmehr obliegt.
Kapitel XXI.
Neupythagoräische Aritlinietiker. Kikomarhns. Theon.
Tliymaridas.
Rom hatte nach und nach in Italien das unbestrittene Ueber-gewicht über die Mitbewohner des Landes südlich von den Alpenerrungen. Der Tod des Arcliimed knüpft sich für uns an die Er-oberung von Syrakus , das Todesjahr des Apollonius war es ungefähr,in welchem Rom mit Macedonien handgemein wurde und den Siegbei Kynoskeplialä erfocht. Zehn Jahre später und der syrische Krieggegen Antiochus den Grossen war geschlagen. Die seegeübten Be-wohner der Insel Rhodos wie die Krieger von Pergamum waren den